Lewandowski ballert Bayern an die Tabellenspitze

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Ein Bild aus alten Tagen: Robert Lewandowski schnürte gegen Wolfsburg in neun Minuten einen Fünferpack und weil Dortmund um Henrikh Mkhitaryan (r.) in Hoffenheim nur Unentschieden spielte, ist der BVB jetzt nur noch Zweiter. (Foto: Stephan Schütze)
 
Die Hürde Frankfurt haben Leon Goretzka (o.) und Schalke am Mittwochabend mit Kampf und Geduld genommen. Der Lohn: ein 2:0-Heimsieg und Platz drei in der Tabelle. (Foto: Gerd Kaemper)

Der FC Bayern München thront nach dem sechsten Spieltag alleine an der Tabellenspitze. Vor allem Dank der TSG Hoffenheim, die Borussia Dortmund am Mittwochabend beim 1:1 die ersten Punktverluste der neuen Saison beibringen konnte.

Drei Punkte hinter dem BVB lauert dann auch schon der S04. Die Schalker gewannen in ihrem 1.600 Bundesliga-Spiel mit 2:0 gegen Eintracht Frankfurt und kletterten Dank der Tore von Joel Matip und Leroy Sané auf Platz drei. Mit dem Heimsieg gelang Schalke nach den Spielen gegen Mainz, Nikosia und Stuttgart der vierte Pflichtspielsieg in Folge und der dritte in Folge ohne einen einzigen Gegentreffer. Neben dem besten Schalker Matip verdiente sich auch Torwart Ralf Fährmann wieder einmal Bestnoten und war wie schon in Stuttgart am vergangenen Sonntag ein Garant für den Sieg der Königsblauen. Spektakulär war vor allem seine Parade in der 81. Spielminute, als er sich mit seinem ganz Körper in einen Schuss von Marco Russ aus nur fünf Metern warf und den Ball noch so gerade mit dem Gesicht abwehren konnte. Die Folge war zwar eine blutige Nase, aber auch wenige Minuten und einem überragenden Solo vom eingewechselten Leroy Sané später, der zum 2:0 in der Nachspielzeit traf, der zweite Sieg im dritten Heimspiel.

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Etwas Schalke steckt nach dem sechsten Spieltag übrigens nun auch in Dortmund. Denn nach sechs Spielen weist der BVB ein Torverhältnis von 19:04 auf. Schuld daran ist unter anderem Sebastian Rudy, der Hoffenheim am Mittwochabend tatsächlich gegen den vermeintlichen Favoriten in Führung brachte. Zwar gelang Pierre-Emerick Aubameyang nach einer klugen Vorarbeit von Gonzalo Castro noch der Ausgleich. Doch zu mehr reichte es bei den Schwarz-Gelben nicht mehr, die zuvor alle elf Pflichtspiele unter Neu-Trainer Thomas Tuchel gewonnen hatte. Der eine Treffer von Aubameyang reichte noch nicht einmal dafür, um an der Spitze der Torjägerliste zu bleiben, obwohl der Gabuner bereits sieben Tore in sechs Spielen erzielt hat.

Acht Tore in nur fünf Spielen hat nämlich Robert Lewandowski erzielt, der bereits am Dienstagabend Fußball-Geschichte schrieb. In nur 8:59 Minuten erzielte der Stürmer des FC Bayern München im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg sage und schreibe fünf Tore! Der Pole war erst zur Halbzeit eingewechselt worden und erzielte dann den schnellsten Dreier-, Vierer- und Fünferpack in der Bundesliga-Historie. Kurios: Nachdem Lewandowski den 0:1-Halbzeitrückstand gegen den amtierenden Pokalsieger im Alleingang in eine 5:1-Führung gedreht hatte, vergab er noch zwei weitere Torchancen. „Er hat sich einen angenehmen Abend gemacht und nach den fünf Toren stark nachgelassen“, sagte Bayern-Kapitän nach dem Spiel augenzwinkernd zu den Journalisten. Dank der phänomenalen Leistung von Lewandowski hat der deutsche Rekordmeister nun als einziges Bundesliga-Team die perfekte Ausbeute von sechs Siegen aus sechs Spielen erzielt.

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Den allerersten Saisonsieg dagegen konnten Mönchengladbach und Stuttgart am Mittwoch feiern. Mönchengladbach fegte mit dem neuen Übergangstrainer André Schubert über den FC Augsburg hinweg und erzielte zwischen Minute 5 und 21 vier Tore. Nach 90 Minuten stand es zwar nur noch 4:2, weil der FCA noch zwei berechtigte Elfmeter zugesprochen bekam und durch seinen Kapitän Paul Verhaegh auch verwandelte. Doch das interessierte nach dem Spiel keinen mehr, der zur „Fohlen-Elf“ gehört. Ebenfalls den ersten Saisonsieg fuhr der VfB Stuttgart ein, der bis zum sechsten Spieltag genau wie Mönchengladbach noch keinen einzigen Punkt eingefahren hatte. In Hannover gewannen die Schwaben aber mit 3:1, obwohl sie sogar zunächst mit 0:1 zurücklagen. Hannover dagegen präsentierte sich über 90 Minuten gesehen ähnlich schwach, wie schon in der bisher gesamten, zugegeben, jungen Saison. Der Tiefpunkt: Durch die fünf Niederlage im sechsten Spiel ist die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck nun Tabellenletzter und weist - übrigens wie Dortmund-Schreck Hoffenheim - noch keinen einzigen Sieg auf. Die Tage für Frontzeck scheinen gezählt. Folgt am kommenden Wochenende auch in Wolfsburg eine Niederlage, dürfte der Übungsleiter kaum noch zu halten sein.

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Der 6. Spieltag in der Übersicht:
FC Bayern - VfL Wolfsburg 5:1
Hertha BSC - 1. FC Köln 2:0
FC Ingolstadt - Hamburger SV 0:1
Darmstadt 98 - Werder Bremen 2:1
Schalke - Frankfurt 2:0
Leverkusen - Mainz 05 1:0
M'gladbach - Augsburg 4:2
Hannover - Stuttgart 1:3
Hoffenheim - Dortmund 1:1
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1 Kommentar
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 24.09.2015 | 10:02  
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