Großbrand wütete auf Gut Hixholz

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Durch den Funkenflug wurde eine zweite Scheune entzündet. Foto: Bangert
 
Stundenlang kämpften Feuerwehren aus dem ganzen Kreis gegen die Flammen auf Gut Hixholz. Foto: Bnagert
Velbert: hixholz |

Verletzte Feuerwehrleute, verbrannte Tiere und Löschwasser aus Güllefässern


„Ich schaute aus dem Fenster, und da sah ich plötzlich die riesigen Flammen aus der Scheune schlagen.“ Zusammen mit anderen Nachbarn des Gut Hixholz eilte Markus Poludniok nach draußen, um die Tiere des Milchviehbetriebes in Sicherheit zu bringen. „Einige Kühe sind in den Flammen umgekommen, da kam man nicht mehr dran. Schnell waren weitere Bauern da, die halfen, Kühe und Kälber auf eine Weide zu treiben.“

„Einige Tiere erlitten so schwere Brandverletzungen, dass sie durch einen Schuss der Polizei von ihren Qualen erlöst wurden.“


Da das Gut Hixholz sich als Lern- und Erlebnisbauernhof besonders auf Kinder eingestellt hat, gibt es auch Streicheltiere, wie Ziegen, Schafe, Esel und Ponys. Die konnten zum großen Teil ebenfalls gerettet werden. „Einige Tiere erlitten so schwere Brandverletzungen, dass sie durch einen Schuss der Polizei von ihren Qualen erlöst wurden“, so Markus Poludniok, der die Feuerwehr lobt: „Die waren ganz schnell da.“

Unterstützung gab es durch andere Feuerwehren aus dem Kreis Mettmann und den Löschzug Dönberg.

„Als wir gegen 17 Uhr eintrafen, standen zwei Scheunen im Vollbrand“, so Lars Dalbeck, Einsatzbereichsleiter Velbert-Mitte. „Wir haben sofort Vollalarm für ganz Velbert gegeben und uns darauf konzentriert, ein Übergreifen des Feuers auf die dritte Scheune zu verhindern.“ Unterstützung gab es durch andere Feuerwehren aus dem Kreis Mettmann und den Löschzug Dönberg.

Schwierig war die Versorgung mit Löschwasser. Das wurde aus einem Hochbehälter am Hixholzer Weg entnommen sowie aus weiter unterhalb gelegenen Löschteichen. Tatkräftige Unterstützung gab es durch die Landjugend, die zur Erleichterung der Feuerwehr mit Güllefässern das Wasser aus den Teichen zur Einsatzstelle transportierte. „Wir haben uns Adapter für die Güllewagen angeschafft, so dass die Feuerwehr mit ihren Schlauchkupplungen sofort an das Wasser kommt“, beschreibt ein Jungbauer die Erfahrungen, die man nach dem Brand des Reiterhofes Berkenkamp vor drei Jahren gemacht hatte.

Rund 70 Tiere wurden vor den Flammen gerettet


Rund 70 Tiere wurden vor den Flammen gerettet, bei den Löscharbeiten verletzten sich zwei Feuerwehrleute. Im Einsatz waren 250 Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz, das unter der Autobahnbrücke an der Schmalenhofer Straße eine Verpflegungsstation aufbaute, wo sich die Einsatzkräfte mit Getränken und Suppe stärken konnten, denn die ganze Nacht durch wurde gearbeitet. Mit Radladern wurde das Stroh auseinander gezogen, um Glutnester abzulöschen.

Zerstört wurden neben den Gebäuden zahlreichen landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge.


Die Schreckensnachricht über den Großbrand auf seinem Hof erreichte Michael Greshake im Urlaub an der Mosel. Der bekannte Velberter Ortslandwirt und seine Frau machten sich sofort auf den Weg und standen noch am Abend vor den rauchenden Trümmern. Zerstört wurden neben den Gebäuden zahlreiche landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge.

Der zuständige Brandexperte konnte zwar den Brandausgangsort innerhalb der alten Scheune lokalisieren, eine eindeutige Brandursache aufgrund der völlig heruntergebrannten Gebäude jedoch nicht eindeutig ermitteln. Der Experte geht davon aus, dass das Feuer durch Funkenflug beim Mahlen von gepressten Heuballen
entstanden ist.
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