90 Jahre Christuskirche - Festgottesdienst am Sonntag

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Die Christuskirche im Jahr ihrer Fertigstellung, 1927. Foto: Kirchengemeinde

So alt ist sie noch gar nicht, die evangelische Kirche in Günnigfeld, die am Marktplatz steht und sein Erscheinungsbild prägt. Die ältesten Gemeindeglieder sind älter. Einige von ihnen wurden noch in dem Saal eines Wirtes getauft, den dieser der Gemeinden für die Feier ihrer Gottesdienste zur Verfügung gestellt hatte. Erst seit dem 6. März 1927 hatten die Evangelischen in Günnigfeld ihr eigenes Gotteshaus.

Über zwanzig Jahre zuvor war die Gemeinde selbstständig geworden und war mittlerweile auf 5.000 Seelen angewachsen. Doch zunächst hatte der Erste Weltkrieg die Ausführung der Kirchbaupläne verhindert, dann entwertete die Inflation das mit viel Mühe und Opferbereitschaft zusammengebrachte Baukapital. So vergingen weitere Jahre, bis dann im Oktober 1924 die ersten Wagenladungen Ziegelsteine anrollten, gestiftet unter anderen von den umliegenden Zechen Centrum und Hannover.
„Ein munteres Treiben entstand auf dem Kirchplatz. Groß und Klein machten sich daran, die täglich ankommenden Wagenladungen Ziegelsteine aufzuschichten.“ Dieses Zitat aus der Gemeindechronik zeigt, worauf es schon damals vor allem ankam: auf Menschen aus der Gemeinde, die sich einbringen, sei es durch Spenden oder durch Mitarbeit.
Gefeiert wurde das Jubiläum bereits mit einer Reihe von besonderen Gottesdiensten und Konzerten. Nun steht am kommenden Sonntag, 5. März, ab 10 Uhr ein Festgottesdienst zum Kirchweihjubiläum mit anschließendem Empfang im Wichernhaus an. Mehrere musikalische Gruppen wirken mit. Der 90. Geburtstag wird nicht nur in der Predigt, sondern auch in einem Anspiel bedacht. Beim anschließenden Empfang wird Kunsthistoriker Dr. Ulrich Althöfer vom Baureferat der Evangelischen Kirche von Westfalen einen Vortrag halten unter dem Titel: „Aus der Zeit gefallen“.
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