Musikalische Zeitreise in der Uni Witten/Herdecke

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Helge Antoni entführt seine Zuhörer mit Stücken von Couperin, Satie, Grieg, Ravel und natürlich Debussy in die Zeit des Barock. Am Montag, 14. Mai, werden die Uhren zurückgedreht. Foto: BaZa
Helge Antoni würdigt Claude Debussy

Ein ganz besonderer Ohrenschmaus erwartet alle Freunde der klassischen Klaviermusik am Montag, 14. Mai, in der großen Halle der Universität Witten/Herdecke. Der bekannte Pianist und "artist in residence" Helge Antoni gibt endlich wieder ein Solokonzert.

Von Barbara Zabka

Das Jahr 2018 ist für den Meister am Klavier ein sehr besonderes Jahr. Es steht ganz im Zeichen des französischen Komponisten Claude Debussy, dessen Todestag sich zum 100. Mal jährt. Debussys innovative Werke blickten damals in eine neue Zeit. Sie sind das musikalische Bindeglied zwischen Romantik und Moderne. Debussy gilt auch als der Impressionist der klassischen Musik.

Antoni nimmt seine Konzertbesucher mit auf eine kleine Zeitreise durch die Musikgeschichte. Dabei geht der Blick oder besser das Gehör zurück in die Zeit des Barock - zum Komponisten Francois Couperin, später dann Erik Satie, Edvard Grieg und auch Maurice Ravel. Und natürlich stehen auch die Klassiker von Debussy selbst im Rampenlicht. Was wäre eine Hommage an Debussy ohne "Deux Arabesques" oder "Clair de Lune".

"Debussys musikalische Kraft wirkt nach bis in die heutige Zeit", ist Antoni überzeugt. Und so überrascht der Experte am Ende seiner Zeitreise mit zwei überaus magischen Stücken, die Gänsehaut pur verursachen. Die "Glocken" von dem estländischen Komponisten Arvo Pärt und "Tariqa II" - ein besonderes Stück von Peter Feuchtwanger.

"Für mich ist jedes meiner Konzerte eine Komposition für sich", erzählt der Pianist. "Ich habe eine Idee und die Stücke klopfen an meine Tür. Und die Komponisten auch. Wenn ich ein Konzertkonzept erarbeite, denke ich viel nach und spiele dann später. Ein guter Musiker ist wie ein guter Wein. Er wird immer besser."

Als Dozent ist Helge Antoni stolz auf seine Studenten. Der Weltbürger ist gerne in der Ruhrstadt. "Die jungen Menschen an der Uni geben mir die Gewissheit, dass es noch eine Zukunft für die Welt von Morgen gibt." An der Universität gibt Antoni übrigens das einzige Konzert weltweit, für das man keine Tickets kaufen muss. Spenden sind allerdings erwünscht - für die musikalische Arbeit an der Hochschule. Das Konzert beginnt am Montag, 14. Mai um 19.30 Uhr. Konzertpianist Helge Antoni am Flügel. Sein Solokonzert zu Ehren des französischen Komponisten Claude Debussy findet am 14. Mai in der Großen Halle der Universität Witten/Herdecke statt.
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