Rollator: Training der Polizei für Senioren

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Vom Rasen auf das Kopfsteinpflaster: Hauptkommissar Roland Sentheim erläutert Erika Köppen beim Rollatortraining, wie sie sich am besten verhält. Interessiert verfolgt Fatih Aktas vom Sanitätshaus Richter die Ausführungen.

„So, jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie sehen auf der anderen Straßenseite Ihre Freundin Uschi, mit der Sie schon lange nicht mehr gequatscht haben.“

Polizeihauptkommissar Roland Sentheim erläutert sehr anschaulich, was einem Senior beim Spazierengehen passieren kann. Der Clou: Erika Köppen hat ihren Rollator dabei, und das Ganze passiert in der Stadtgalerie. Denn die Polizei hatte zu ihrem zweiten Rollatortraining geladen und dafür wieder einen kleinen Hindernisparcours aufgebaut.

Verschiedene Untergründe werden damit simuliert, von Gras über Kopfsteinpflaster bis hin zu rutschigem Boden, wie er in der Stadtgalerie selbst anzutreffen ist. Erika Köppen meistert dies alles mit Bravour, obwohl sie ihren Rollator zum ersten Mal benutzt. „Ich habe ihn bereits seit einem halben Jahr, mich aber noch nicht alleine auf die Straße getraut“, sagt sie. Nun ist sie sicherer geworden, und das, was sie sich nicht hat merken können, das weiß ihr Mann. „Ich hab schließlich mit aufgepasst“, ermuntert er sie.

Eine Rollator ist kein Einkaufswagen


Roland Sentheim erläutert, wie wichtig eine richtige Einweisung ist. „Senioren sollten einen Rollator nur nach ärztlicher Verordnung erhalten und ihn dann auch nur im Sanitätshaus erwerben.“ Denn nur dort erhielten sie eine Einweisung, und die neue Gehhilfe würde auf die richtige Größe eingestellt. „Viele Senioren schieben den Rollator wie einen Einkaufswagen vor sich her und gehen dabei mit krummem Rücken, aber das ist nicht richtig.“ Vielmehr sollten sie mit einem geraden Rückgrat nahe an den Rollator herantreten und sich auf ihm abstützen können.

Auch die Bogestra ist mit einem Linienbus vor Ort.Gunnar Cronberger vom Kundentraining zeigt Senioren, wie sie mit ihrer Gehhilfe gefahrlos in den Bus einsteigen können. Er eräutert die Kipphilfe und die Funktion der Bremsen. Dankbar nehmen die betagten Teilnehmer seine Ratschläge an und werden nach erfolgreichem Entern des Busses noch mit einer Erfrischung belohnt.

Gullis stellen eine Gefahr dar


Doch zurück zu Uschi. „Eine große Gefahr für Senioren sind die Gullis im Rinnstein“, erklärt der Polizeihauptkommissar. Ihre Schlitze sind nämlich so angelegt, dass Radfahrer nicht mit ihren Reifen in sie geraten können, Senioren beim Überqueren einer Straße mit ihren Rollatorrädern aber sehr wohl. „Hier ist ganz besondere Vorsicht geboten!“ Erika Köppen will das beherzigen, wenn sie demnächst mit ihrem Rollator unterwegs ist. Und ihr Mann wird sie dabei unterstützen.
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