Depri-Wetter? Johanniskraut hilft!

Laut mehreren Studien in den letzten Jahren wirkt Johanniskraut gegen zahlreiche Psycho-vegetativen Störungen. Aber auch bei depressiven Verstimmungen, Angstzuständen und nervöser Unruhe sorgt die Pflanze für spürbare Linderung.

Unter anderem belegte eine australische Studie im Jahre 2009, dass Johanniskraut erfolgreich ist in der Behandlung bei mittelschweren Depressionen. Aber auch äußerlich wird diese Pflanze verwendet bei scharfen und stumpfen Verletzungen, zudem bei Verbrennungen ersten Grades. In all diesen Fällen wirkt es schmerzlindernd und beruhigend. Empfohlen von Sportmedizinern zur nachträglichen Behandlung bei Muskelkater. Hier sorgt der ölige Auszug aus den Blüten des Johanniskrauts für Beruhigung der gereizten Haut, außerdem werden Heilungsprozesse beschleunigt.

Johanniskraut hilft bei unruhigen Kindern

In der heutigen Zeit wo selbst die Kinder schon der Hektik des Alltags ausgesetzt sind, ist die Anwendung von Johanniskraut sinnvoll. Im Jahr 2013 befasste sich ein Expertenteam mit der Anwendung pflanzlicher Heilmittel bei Kindern, die an Nervosität und Angstzuständen litten. Die Gruppe in Wien bestand aus 115 Kindern im Alter zwischen sechs und elf Jahren. Zahlreiche von ihnen litten schon seit über einem Jahr an diesen Beschwerden. Über 90 Prozent der Probanden waren nach Beendigung dieser Studie beschwerdefrei, wirkten ruhig und waren nicht mehr nervös.
Auch die Angstzustände und Schlafstörungen schienen beseitigt. Diese Studie bewies, dass Johanniskraut eine echte Alternative zu Psychopharmaka ist.

Hilfreich bei Hauterkrankungen

Im Jahre 1998 wurde an der Hautklinik Freiburg über die immunmodulierende Wirkung von Johanniskrautcreme- und Öl geforscht. Ergebnis: Johanniskrautsalbe ist erfolgreich bei allen entzündlichen Handlungen der Haut, Verbrennungen, Wunden und Hauterkrankungen aller Art. Auch Pigmentierung-Probleme lassen sich mit dieser Heilpflanze lindern oder lösen. Entzündungen und Rötungen werden geheilt, selbst die Immunreaktion angegriffener Haut wird bei Anwendung von Johanniskraut-Rotöl angeregt.

Erfolgreich gegen Neurodermitis

Johanniskraut hilft sehr gut gegen Juckreiz und begünstigt die Heilung der Haut. Im Test von Dr. Schempp in Freiburg (2002), wurde bei fast 75 Prozent der Probanden eine deutliche Linderung ihrer Neurodermitis-Beschwerden festgestellt.

Herkunft, Anbau und Inhaltsstoffe

Es ist in Europa und Asien heimisch, wächst auf trockenen Böden, an Böschungen und Heiden. Als Arzneipflanze wird die Heilpflanze in Ungarn, Neuseeland und Südafrika angebaut. Zumeist werden die oberirdischen Teile der Pflanze eingesetzt, diese werden zur Hochblütezeit der Heilpflanze geerntet. Die heil wirksamen Inhaltsstoffe sind Hypericine, Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle.

Obwohl zahlreich untersucht, sind die genauen Wirkmechanismen weitgehend unklar. Nur eines ist sicher, dass der Inhaltsstoff Hypericin beruhigende Wirkung besitzt. Die ganze Kombination bremst den Anstieg von Cortisol bei Stress und wirkt günstig auf die Melatonin-Ausschüttung. Rotes Johanniskrautöl beinhaltet einen entzündungshemmenden Effekt.

Dosierung und Anwendungsform

Johanniskraut ist in Form von Saft, Tropfen, Kapseln und Tee erhältlich. Bei der Auswahl der Mittel sollte man auf eine ausreichende Dosierung achtgeben. Zur Hilfe bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe ist eine Zubereitung von Tee anzuraten. Empfehlenswert eine Tagesdosis von zwei bis vier Gramm.Bei äußerlicher Anwendung eignet sich Öl. bei Wunden eine Tinktur.

Vorsicht: Hellhäutige Personen haben eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Darum sollten Personen die Johanniskraut anwenden auf Sonnenbäder möglichst verzichten.
Was die Wechselwirkungen betrifft, so haben neueste Forschungen ergeben, das hoch dosiertes Johanniskraut Wechselwirkung mit anderen Arzneien haben kann. Johanniskraut beeinflusst den Wirkstoff spiegel anderer verschiedener Arzneien. Vor Einnahme vorher den Arzt fragen.

Fazit: Johanniskraut ist ein pflanzliches Heilmittel, das vor allem bei Nervosität, innerer Unruhe und Angst eingesetzt wird. Da es sich hierbei um ein pflanzliches Heilmittel handelt, zeigen sich erste Erfolge erst nach längerer Einnahme.
Um einen sichtbaren Erfolg zu erkennen, sollten bevorzugt hoch dosierte Präparate eingenommen werden. Johanniskraut hat den Vorteil gegenüber Psychopharmaka, es macht nicht abhängig und wirkt nicht ermüdend.
Eine Kur mit Johanniskraut sollte mindestens vier bis sechs Wochen ausgeführt werden. Bei Unsicherheiten den Arzt oder Apotheker befragen, ansonsten Beipackzettel beachten und nach Empfehlung konsumieren.

Autor:

Renate Kögel aus Bergkamen

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