FREIE WÄHLER: Anfrage zu den Plänen für den Hafen Reisholz im Stadtrat

Die Stadt Düsseldorf treibt mit tatkräftiger Unterstützung von Land und Industrie die Erweiterung des Reisholzer Hafens zum Containerhafen voran.
Die Bürgerinnen und Bürger fürchten um die Lebensqualität im Düsseldorfer Süden. Ein Containerhafen ist eine Industrieanlage, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr Schwerlastverkehr auf Schiene und Straße und somit Lärm, Staub und Abgase produziert. Dies soll nun „mit Gewalt“ in den viel zu kleinen Reisholzer Hafen zwischen zwei ökologisch besonders wertvolle aber ebenso empfindliche Rheinschleifen „gezwängt“ werden – mit katastrophalen Auswirkungen für Natur und Mensch.
Das geplante Containerterminal oder gar ein Drehkreuz für die gesamte Region passt nicht in diese Landschaft im Zentrum von „Himmelgeister Rheinbogen - Zonser Grind - Urdenbacher Kämpe - Schlosspark Benrath.“

Die Ratsfraktion FREIE WÄHLER möchte am kommenden Donnerstag von der Verwaltung wissen

1. Ist es richtig, dass inzwischen eine eigene Gesellschaft für das Vorhaben Container-Terminal im Reisholzer Hafen gegründet wurde?
2. Inwieweit werden die politischen Gremien (Rat, Ausschüsse, BV) bei der Machbarkeitsstudie beteiligt / bzw. ist es geplant dafür eine eigene Kommission o.ä. zu bilden, um die politischen Gremien einzubeziehen?
3. Wie soll die Bevölkerung vor Ort möglichst frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen werden?

Ratsherr Dr. Klaus Kirchner: „Was hier gebraucht wird, ist die Ansiedlung von Unternehmen, die sich in die Umgebung einpassen und Arbeitsplätze mitbringen. Die bereits vor Ort vorhandenen Unternehmen dürfen nicht gefährdet werden. Ein Containerhafen, wie er jetzt allem Anschein nach geplant wird, schafft dagegen kaum Arbeitsplätze und zerstört womöglich die um Reisholz existierende Natur- und Kulturlandschaft.“

Autor:

Gretchen Baumgartner aus Düsseldorf

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