Wie lagert man Weinflaschen am besten?

Um die richtige Lagerung von Weinflaschen ranken sich viele Legenden. Doch worauf muss man wirklich achten? Was gilt es unter allen Umständen zu vermeiden? Im Folgenden die wichtigsten Regeln, die Ihnen helfen Ihre guten Tropfen lange und optimal zu lagern und reifen zu lassen.

Nicht nur der Wein, auch der Korken muss lagerfähig sein

Natürlich ist nicht jeder Wein lange haltbar. Daher sollte man sich vor der Einkellerung über die tatsächliche Lagerfähigkeit eines Weines im Klaren werden. Grundsätzlich kann man sagen, dass vier Faktoren die Lagerfähigkeit eines Weines beeinflussen. Der Alkoholgehalt, der Restzuckergehalt, der Säuregehalt und der Gehalt an Tannin (Gerbstoffe). Je höher die einzelnen Werte sind, desto lagerfähiger ist der Wein. Ein weiterer Punkt ist der Verschluss der Flasche. Beispielsweise Kunststoffkorken werden nach spätestens anderthalb Jahren porös, und der Wein wird relativ schnell verderben. Naturkorken können möglicherweise Opfer der gefürchteten Korkmotte werden. Drehverschlüsse gewährleisten prinzipiell eine unproblematische Lagerung über viele Jahre, allerdings werden sie bei hochwertigen Weinen kaum eingesetzt. Plant man einen Wein über mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte zu lagern, empfiehlt es sich, den Flaschenhals in Siegellack zu tauchen. Das hält die Flasche über viele Jahrzehnte sicher dicht.

Weine in Kellern lagern

Die optimale Temperatur für eine langfristige Lagerung von Weinen liegt bei 13 Grad Celsius. Bei einer dauerhaften Lagerung, darf dieser Wert durchaus wenige Grad niedriger oder höher liegen. Bei weitem entscheidender ist hier die Konstanz der Temperatur. Schwankungen von Tag auf Nacht sollten unbedingt vermieden werden. Jahreszeitliche Schwankungen um maximal vier bis fünf Grad können allerdings in Kauf genommen werden. Aus diesem Grunde rät man zu einer Lagerung des Weines in den Kellerräumen. Hier ist meist auch eine optimale Luftfeuchtigkeit von 60% bis 80% sowie eine dunkle Lagerung der Flaschen gewährleistet. Am besten ist der Wein in flexibel erweiterbaren Regalen aufgehoben, wobei bei der Verwendung von Holz zur Vorsicht geraten wird, da dies den Befall durch Korkmotten fördern kann. Die Flaschen selber sollten waagerecht, mit einer leichten Neigung zum Flaschenboden gelagert werden. Das sorgt dafür, dass sich Schwebstoffe ablagern können. Um zu verhindern, dass der Korken von innen austrocknet, werden die Flaschen regelmäßig um 90 Grad gedreht. Da auch Erschütterungen dem Wein Schäden zufügen können, wird von einer Lagerung im Kühlschrank abgeraten. Ein Weinklimaschrank ermöglicht natürlich optimale Bedingungen, ist jedoch kostenintensiv und nur für kleinere Mengen geeignet.

Lange lagern und reifen lassen - schnell konsumieren

Beachtet man diese Hinweise, steht einer langjährigen Lagerung hochwertiger Weine nichts mehr im Wege. Die richtige, konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Schutz vor Licht, Erschütterungsfreiheit und geeignete Regale sind schon die wesentlichen Faktoren bei der Lagerung von Wein. Um ganz sicher zu gehen, dass auch der Verschluss die Jahre überdauert, bietet eine hermetische Abschließung durch Siegellack ein probates Mittel. Nicht vergessen werden sollte jedoch, dass offene Flaschen auch wiederverschlossen und im Kühlschrank bei Qualitätseinbußen nur wenige Tage haltbar sind. Am besten also, man leert sie noch am gleichen Tag.

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