Trio "fackelt" Audi A8 nach Spritztour und Unfall ab

Das ist vom Audi übrig geblieben. Foto: Abschleppdienst Obers

Weil sie Eindruck schinden wollten, hatten drei junge Männer in einer Düsseldorfer Werkstatt einen Audi A8 "in Beschlag genommen" und damit eine Spritztour gemacht. Dumm nur, dass sie auf die Idee kamen ihre Tat nach einem Unfall auf der A 43 mit einem Brand zu verdecken.

Dies tun nämlich in der Regel nur "echte" Verbrecher und das ruft dann Experten bei der Polizei auf den Plan. Deren Methoden führten schnell zur Ergreifung des Haupttäters, der beeindruckt umfangreich aussagte.

Am Freitag, 23. März, brachte ein Solinger Geschäftsmann seinen Audi A8 in eine Düsseldorfer Werkstatt zur Reparatur. Umso irritierter vernahm er am Telefon in der darauffolgenden Nacht die Worte eines Polizisten aus Haltern am See, dass eben dieser Wagen völlig ausgebrannt, nahe der BAB 43, aufgefunden worden sei. Der 40-Jährige wandte sich an eine Polizeiwache und erstattete Anzeige.

Aufgrund der Gesamtumstände lag der Verdacht nahe, dass hier professionelle Täter das hochmotorisierte Fahrzeug entwendet hatten, um damit eine schwere Straftat zu begehen. Somit landete der Fall bei den Spezialisten des KK 33 und setzte umfangreiche Ermittlungen in Gange, die die drei Männer so wohl nicht erwartet hatten. Spezielle technische Möglichkeiten führten die Ermittler schnell auf die Spur eines 21-Jährigen aus Rath. Am Donnerstag (29.3.) klopfte dann auch die Kriminalpolizei an seine Tür und durchsuchte seine Wohnung. Der bislang unbescholtene Freund eines Mitarbeiters der Werkstatt knickte sofort ein, gestand die Tat und klärte umfangreich über das Geschehene auf:

Die drei (21, 23 und 30 Jahre) hatten einen netten Abend in Dülmen geplant und brauchten einen repräsentativen, fahrbaren Untersatz. Gut, dass einer von ihnen in einer Werkstatt arbeitete und Zugang zu den Fahrzeugschlüsseln hatte. Mit dem Audi A8 machten sie sich nach der Party auf den Heimweg, als der linke Hinterreifen platzte und der Wagen in die Leitplanke schleuderte. Angesicht des kapitalen Unfallschadens, fasste das Trio den Entschluss, die unbefugte Ingebrauchnahme der Limousine durch ein Feuer zu verdecken und setzten den Wagen in Brand. Durch einen Bekannten abgeholt und wieder in Düsseldorf, wähnte man sich unentdeckt und in Sicherheit. Jetzt erwartet die jungen Männer ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Brandstiftung, Unterschlagung eines Kfz und Unfallflucht.

Autor:

Lokalkompass Düsseldorf aus Düsseldorf

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