Gerührt beim Heimspiel

Ausgelassen feierte das Prinzenpaar die heimische Sitzung in Vrasselt. Foto: Ralf Beyer
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Mit einem fulminanten Heimspiel startete das Emmericher Prinzenpaar in den närrischen Sitzungskarneval. „Hans im Glück“ lautete das vielsagende Motto im ausverkauften Saal Slütter. Und der Prinz war in seinem Wohnzimmer ganz gerührt vom tollen Empfang.

Eigentlich kennt sich Hänske Böcker im Saal Vrasselt auf der Bühne bestens aus. Moderiert er von dort doch Jahr für Jahr die Sitzungen seines VCK. Doch in diesem Jahr war alles anders. Hänske saß nicht auf der Bühne, er fieberte vielmehr hinter den Kulissen seinem Auftritt entgegen. Dabei war er sicherlich weit mehr nervös, als in den Jahren zuvor. Denn dieses Mal sagte er das Prinzenpaar nicht selbstan, steckte er doch selbst im Kostüm des Prinz Karneval.
Dass sich Hänske Böcker auf seine Mitstreiter verlassen kann, zeigte sich an diesem Abend. Denn Simon Terhorst, eigentlich „nur“ der Vize beim VCK, vertrat den Präsidenten außerordentlich gut. Und schon konnte es losgehen. Das Programm war wie immer bunt gemischt. So berichtete Marek und Michael Köster sehr ausführlich über das Leben in der eigenen Familie. Dass sie dort alle ein wenig närrisch sind, dürfte danach jedem bekannt sein.
Beim Einmarsch des Prinzenpaares stand der Saal dann Kopf. Hänske I. und seine Prinzessin, Anna Lena I. strahlten über das ganze Gesicht. Und bei dem Prinzen war schon das ein oder andere Tränchen im Auge zu erkennen. Wie gesagt, zum ersten Mal marschierte Hänse Böcker als Prinz in sein Wohnzimmer. Nun waren natürlich auch alle auf den gardetanz gespannt, der allerdings aufgrund der niedrigen Decke bei den Hebefiguren etwas verändert werden musste. Doch die Garde schaffte das in beeindruckender Form.
Die Funkenmariechen sorgten anschließend für eine weitere tänzerische Einlage. Leider zum letzten Mal in der Bütt in Vrasselt waren die drei Freunde, wovon nur zwei anwesend waren. Denn auf Rolf Ridder mussten Achim Wendt und Wolfgang Augustinik aus gesundheitlichen Gründen verzichten. Für wieviel Stimmung ein Gesangsbeitrag sorgen kann, zeigte sich bei der Gesangsgruppe „Jecke Töön“, die den Saal mit dem Lied „Er hat rote Schuhe an“ zum Kochen brachte.
Über das Dorf und deren Ehen wussten die zwei Gardisten Michael Janssen und Stefan Benning als Max und Moritz so einiges zu berichten, und Bärbel Klümpner ließ es sich nicht nehmen, als Antonia über das Leben von Prinz Hänske zu dichten. Mit Kölschen Liedern heizte die Gruppe „Vermießt“ ein. Mit dabei das Lied von den Toten Hosen: An Tagen wie diesen“. Was sich so in der Emmericher Politik tut, darüber berichtete Paul Feldmann als „En Stadtse“. Zu guter Letzt traten die Funkemariechen mit ihrem Showtanz unter den Namen VCK Rot Weiß auf.
Als betagte Damen gaben die Gardisten Torben Böcker und Maurice Erhardt noch einige Internas aus der Garde preis. Krönender Abschluss war der Werdegang des Prinzen, den die Aktiven in Märchenform darstellten.

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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