Hörspiel "Schlickmann"
"Die HörBehren" zu Gast im Kettwiger Rathaus

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Wenn Audrey auf die Klassenarbeiten pinkelt / Preisgekröntes Hörspiel letztmalig am 18. Januar Sie haben Wortwitz, sie haben Preise, sie haben noch viel vor und vieles hinter sich. Und nichts geschieht ohne Hintergrund. Und sie haben Audrey. So der Name der nicht zu unterschätzenden, stets mitspielenden Katze. Und sie pinkelt auf Klassenarbeiten. Aber das ist nur der Beginn des Hörspiels "Schlickmann", das am 18. Januar letztmalig auf die Bühne gebracht wird.

Benefiz-Aufführung

Das Lese-Ensemble "Die HörBehren" gibt an diesem Tag seinen Abschied von der Figur Klaus Schlickman; im Ratssaal Kettwig als Benefiz-Aufführung zugunsten des überfluteten Bücherkellers.
Eigentlich ist das Hörspiel ein Spiel unter Erwachsenen, die sich Kindlichkeit bewahrt haben. Das hört und sieht man. Denn auf dem Podium ist nicht nur reichlich Wort zu hören, sondern auch ein gewisses Schauspiel zu sehen. Nicht von ungefähr haben die "HörBehren" Säle gefüllt. Als Erfinder der Figur hat Markus Behr Preise abgeräumt, und für alle gibt es die Aussicht auf einen nochmalig bestens unterhaltsamen Abend, wenn das Quintett am 18. Januar seinen Abschied vom Hörspiel-Programm "Schlickmann" gibt. Dieses wurde bereits zehn Jahre lang in zahlreichen umliegenden Städten dargeboten. Klaus Schlickmann, Name des Protagonisten wie auch des Programms, ist Hauptfigur der Lesung. Schlickmann ist Lehrer, und er hat eine Katze namens Audrey. Sie hat ein Bedürfnis - und das stinkt nicht nur Schlickmann, sondern auch Schülern wie Kollegen. Es kommt, wie es kommen muss: Er ist Lehrer, wäre aber viel lieber Schriftsteller, hätte gerne eine Frau, versucht es aber im Internet. Dann gibt es Blicke nach hinten wie auch nach vorn, Selbst- sowie Katzen- und Mehrweg-Gespräche.
Und der Zuhörer leidet mit; sehenden Auges steigt er ein in die Komödie fürs innere Auge. Der geneigte Zuseher darf sich freuen - auf gelebte Verbal-Akrobatik, beherrscht unbeherrscht, geplant, strukturiert und doch voller Überraschungen; sogar manchmal selbst auch für die Darsteller. So ist Leben. Selbst wenn es karikiert wird. "Hier geht fast alles mit´m Mund", ist da eine lebhafte Untertreibung von Mitstreiter Henrik Stan. Aber auch ein Versprechen.
Fünf Sprecher bringen etwa 50 Charaktere auf die Bühne und zu Gehör. Das erfordert blindes Verständnis untereinander. Was sich wie ein wildes Durcheinander anhört, wird eine konzertante Sinfonie. Markus Behr, Kristina Rickal, Gero Hufendiek, Henrik Stan und Sandra Albert sind die darstellenden Sprecher. Sie haben sich vor Jahren gesucht und gefunden; verschiedenste Menschen hatten denselben Anspruch. Das kommt dabei heraus: Eine gute Sache.
Die Geschichte stammt aus der Feder von Markus Behr. Der gebürtige Hannoveraner hat "so Sachen irgendwie immer schon gemacht. Damals noch mit einem Cassetten-Rekorder". Heute ist der 48-Jährige selbst Lehrer auf dem Abendgymnasium und immer noch bekennender Autor voller Zukunfts-Visionen. "Ich hab noch viel vor. Mir ist Wort und Witz wichtig. Ich hab schon früher im Jugendzimmer Comics gezeichnet, beschriftet - und keiner wusste damit was anzufangen. Außer ich. Hab ich jetzt davon", sagt er augenzwinkernd. "Unter dem Strich ist mir das alles Spaß und Herzensangelegenheit. Wieso ich sowas mache? Keine Ahnung, es kommt aus mir heraus." Erhörenswert! Es gibt etwas auf die Ohren und zudem noch etwas für die Augen - bei der Abschiedsvorstellung des Hörspiels "Schlickmann" vom Lese-Ensemble "Die HörBehren" am 18. Januar werden fast alle Sinne angeregt. Auf jeden Fall wird es aufregend. Foto: Gohl Die letzte Lesung von und über Lehrer Klaus Schlickmann des Ensembles "HörBehren", gegründet von Markus Behr, gibt es am 18. Januar, 19.30 Uhr, im Ratssaal Kettwig, Bürgermeister-Fiedler-Platz. Diese Auf- und Vorführung ist eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Förderkreises der Stadtteilbücherei Kettwig e.V.. Bei dem Unwetter-Schaden im Sommer dieses Jahres wurde der Bücherkeller vollständig überflutet; die Eintrittsgelder werden für den Wiederaufbau der Bibliothek verwendet.

Kartenvorverkauf

Karten gibt es für acht Euro (ermäßigt für fünf Euro) im Bücherkeller und der Stadtteilbibliothek, Kringsgat 17, oder per Mail unter Schlickmannkarten@gmx.de. Benefiz Auf dem Plakat erscheint Audrey doppelt.

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