Kein Pardon - Promi-Premiere im Capitol

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„Samstag im Ruhrgebiet, Sonne in Bottrop-Beach“ - ganz schnell ist das Publikum von Hape Kerkelings „Kein Pardon - Das Musical“ mitten im Pott: Bei Schlönzkes zuhause gibt es Schnittchen - und Sohn Peter (Enrico De Pieri) fährt sie aus. Auch wenn er heimlich Fernsehstar werden möchte, denn sein bester Kumpel ist der Fernseher und sein Idol Heinz Wäscher (Dirk Bach).
Und dann kommt der große Auftritt von Wäscher, dem großen TV-Star bei „Witzigkeit kennt keine Grenzen“- im Fernsehen natürlich.
Erst als Peter anfängt beim Kanal 3 zu arbeiten, merkt er, dass sein Idol keinesfalls so ein netter Mann ist, wie er glaubte, sondern eher ein Busengrapscher mit unerträglichen Starallüren.
Dann kommt es, wie die Freunde des Films „Kein Pardon“ wissen, wie es kommen muss: Peter wird zum Fernsehstar...
Und das Musical-Publikum tobt (und schunkelt!): Unglaublich witzig haben Thomas Hermanns (Idee und Buch) und Alex Balga (Regie) die Show inszeniert: Jede Rolle sitzt. Enrico De Pieri spielt Peter, den Hape Kerkeling im Film noch selbst darstellte, so mimikreich und mit bestem Gespür für die Komik, dass er manchmal fast so aussieht wie Hape.
Dirk Bach (auf hessisch) merkt man seinen Spaß an der Show durch seine ausgelassene Spielfreude an, schließlich war er in all den Jahren nur einmal krank - ach nein, das war ja Heinz Wäscher... „Käffchen“-Karin (klasse: Claudia Dilay Haut) fehlt natürlich auch nicht.
Das Regieteam des Kanals, mit dem wienernden „Star-Versteher“ Reinhard Brussmann als Regisseur Bertram an der Spitze bringt den Wahnsinn des „Traumjobs Fernsehen“ und die Pflege der Stars auf den Punkt! Unterstützt wird er dabei bestens von Susanna Panzner als Doris und Tobias Bode als Walter.
Roberta Valentini, kürzlich noch grüne Hexe in „Wicked“ jetzt Ulla, Peters beste Freundin, versteht es stimmgewaltig und unkonventionell zu überzeugen.
Zurück ins Ruhrgebiet: Die Familie Schlönzke begleitet natürlich den Weg des Sohnemannes mit authentischem Ruhrpott-Charme: Mutter Hilde (Iris Schumacher), Oma (Verena Plangger) und Opa (Wolfgang Trepper) bleiben dabei auf dem Boden - ganz anders als Peter.
Aber wie dat im Pott so iss: „Dat wär doch gelacht“, singt der Oppa und am Ende bewahrheitet sich, was Omma schon immer gesagt hat: „Das ganze Leben ist ein Quiz“ ...
Standing Ovations für ein Ensemble, das perfekt besetzt ist: So gute Unterhaltung bekommt man wirklich selten geboten. Bleibt zum Schluss nur noch die Frage, warum das Stück, das zwei Ruhrgebietshymnen aufbietet, in Düsseldorf gespielt wird und nicht im Pott?

Autor:

Silke Heidenblut aus Gelsenkirchen

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