3.Oktober, Tag der Einheit - Tag der offenen Moschee

Wir stehen kurz vor dem Tag der Einheit und er ist vielleicht von den Initiatoren mit Bedacht zum Tag der offenen Moschee gewählt worden.
Ich stelle aber in Gesprächen oft fest, dass es zwar viele Vorurteile gibt, aber kaum jemand kennt, noch viel weniger nutzt das Angebot der islamischen Gemeinden in Deutschland zum Besuch ihrer Moscheen am 3 Oktober.
Wenn ich lese, dass im letzten Jahr bundesweit 50 000 Menschen das Angebot nutzten, muss man sich im Zuge der Integrationsdebatte fragen: "Wie intergrationsbereit sind wir eigentlich selbst?"
Letzte Woche sprach ich mit einem Bekannten über die Diskriminierung muslimischer Frauen. Wäre er einmal in einer Moschee gewesen, hätte er sicher nicht die Behauptung aufgestellt, dass diese in einer Moschee nicht erwünscht sind.
Vor drei Jahren habe ich mit meinem Sohn die Fatih Moschee in Meschede besucht. Wir haben uns von Dr. Ahmet Arslan, Dialogbeauftragter des türkisch-islamischen Kulturvereins und sehr engagierter Lehrer, die Räumlichkeiten zeigen und erklären lassen.
Vorher bekamen wir von reizenden jungen Mädchen Tee und türkisches Gebäck gereicht. Wir konnten Dr.Arslan alles fragen, er antwortete geduldig und ausführlich. Es entstand ein tolles Gespräch, als ich ihm erzählte, dass meine Tochter gerade ihre Magisterarbeit zur Zeichenhaftigkeit des Kopftuchs geschrieben hat, die mit 1,0 bewertet wurde. Ich versprach ihm, sie zu bitten, die dazugehörige Datei an ihn zu senden.
Besonders gefreut hat es mich, dass er einige Bilder von meinem Sohn und von mir machte, die er mir später zusandte und von denen ich eines hier einstelle.
Dieses Jahr werde ich wieder hingehen. Dann versuche ich, den skeptischen Bekannten mit zu nehmen, damit sich sein Bild vom Islam gerade rückt. Dann kann er mit eigenen Augen sehen, wo die Frauen ihren Platz in der Moschee haben und die Erklärung hören, warum das so ist.
Im übrigen finde ich, dass vielfach die Sorge in der deutschstämmigen Bevölkerung aus Unwissen her rührt. Was man nicht kennt macht Angst, besonders, wenn man in der öffentlichen Meinung keine wirklich positiven Aspekte findet.
Am Tag der Einheit einmal eine Moschee zu besuchen, wäre vielleicht eine Möglichkeit, sich ein eigenes Bild zu machen.

Autor:

Brigitta Wöstefeld aus Essen-Werden

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