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Es soll der große Wurf werden

Werdener Sportler möchten am 12. Mai im Löwental mindestens 31.000 Euro „erlaufen“

Gelingt der „große Wurf“? Der Sportverbund hat sich jedenfalls mächtig was vorgenommen! Die Stadt hatte zwar den Bau von großem und kleinem Fußballfeld in Kunstrasen abgesegnet, eine neue Weitsprungfläche und eine Kugelstoßanlage kommen auch. Doch die von Schülern, Leichtathleten und Fußballern erwünschte Multifunktionsfläche sowie eine Rundbahn mit Sprintgeraden, alles in Tartan, sollten Utopie bleiben. Jetzt scheint der gordische Knoten gelöst: Werdens Sportler sammeln für ihre Anlage! Hauptaktion soll ein großer Sponsorenlauf am Samstag, dem 12. Mai, werden.

Endlich liegen die Zahlen auf dem Tisch! Die Sitzung des Sportverbundes brachte Licht ins Dunkel um den Ausbau der Sportanlage im Löwental. Wie der Sponsorenlauf organisiert wird, welche Planungsvariante nun kommt - die 15 Werdener Sportvereine wissen jetzt Bescheid.

Als Reinhard Lehmann das Foyer der Halle im Löwental betrat, schwenkte er triumphierend einen Zettel: „Ich habe die neuesten Zahlen!“
Schon lange fragten die Werdener Sportler nach, was denn nun den finanziellen Unterschied zwischen einer topmodernen Tartan-Laufbahn zum ursprünglich angedachten Aschenbahn-Rund ausmache.
Peter Büker, Vorsitzender der ansässigen SG Werden 80, stellte klar: „Die Asche muss komplett verschwinden!“ Gleichzeitig fragte der Kicker-Chef: „Wieviel kostet es denn nun?“
Die genauen Zahlen kamen von Michael Kurtz, Betriebsleiter der Sport- und Bäderbetriebe. Und der freute sich ungemein, dass die Werdener Sportler nicht über die böse Stadt und die finanziellen Zwänge jammern, sondern in die Hände spucken und sich bemühen, die zusätzlichen Kosten für die gewünschten Erweiterungen selbst, mit Hilfe von großen und kleinen Sponsoren, zu stemmen:
„Eine tolle Idee. So viel Bürgersinn müsste es mehr geben in Essen!“
Auf dem Tisch liegen zwei Varianten: die „kleine“ Lösung mit einer zweizügigen Rundbahn sowie einer vierbahnigen Sprintgeraden, alles in Kunststoff, würde zusätzliche 31.000 Euro ausmachen, alle Kosten gegen gerechnet.
Reinhard Lehmann, seines Zeichens engagierter Abteilungsleiter der WTB-Leichtathleten, spricht für seine rund 200 Mitglieder und die unzähligen Schüler der beiden Werdener Gymnasien:
„Diese Variante hat schon ihren Charme, damit könnten wir leben.“

Welche Variante?

Allerdings gäbe es noch eine zweite Lösung, das Modell B (zusätzliche Kosten ca. 70.000 Euro) beinhaltet neben einer dreizügigen Rundbahn, die Sprintgerade bleibt vierzügig, auch die Ausstattung des kompletten Sektors hinter dem Tor (Nähe Campingplatz) mit Tartan, diese Multifunktionsfläche dient dann als Hochsprunganlage sowie Trainings- und Spielfläche für die jüngsten Nachwuchs-Leichtathleten.
Sportverbund-Chef Ulrich Kromer möchte den großen Wurf wagen: „Wenn schon neue Anlage, dann richtig. So bekommen wir ein Schatzkästchen für den Werdener Sport!“ Alle Augen richteten sich jetzt auf Ulrich Legel, als Vorsitzender des Werdener Turnerbundes Entscheidungsträger in finanziellen Angelegenheiten, Legel nickte: „Der WTB wird sein Scherflein beisteuern!“

Ein „Scherflein“

Damit dieses „Scherflein“ so verträglich wie möglich ausfällt, werden die Sportverbundler laufen, Runde um Runde. Am Samstag, 12. Mai, möchten Alt und Jung laufen, so Spenden sammeln. Von 14 bis 16.30 Uhr können alle Aktiven mehr oder weniger lang laufen und das von ihren privaten Sponsoren ausgelobte „Rundengeld“ spenden.
Laufen macht hungrig, deswegen wird es Verköstigung geben, unter der Federführung des „Frauen- und Mädchen-Turnvereins“ gibt es Erfrischungen, Kaffee und Kuchen. Natürlich darf auch dafür gespendet werden.
Kaum dürfte die volle Summe der angestrebten Gelder ins Sparschwein von Sportverbund-Schatzmeister Lothar Rust hüpfen, also sollen gezielt Großsponsoren, möglichst mit Bezug zu den Werdener Sportlern, angesprochen werden.
Wie die Organisation dieses Großevents am besten „fluppt“, welche Spenden-Bescheinigung es gibt, Verhandlungen mit der Stadt, um all‘ dies kümmert sich ein Ausschuss von Experten.

Die neue Anlage

Neben zwei Kunstrasen-Fußballfeldern wird das Löwental zukünftig eine Tartanrundbahn mit einer Sprintgeraden sowie eine Multifunktionsfläche bekommen. Auch soll ein höherer Zaun her.
Der „Fluchtweg“ fürs OpenAir darf bleiben. Reinhard Lehmann versichert: „Es bleibt genug Platz für uns Sportler!“ Ratsherr Hanslothar Kranz ist Initiator eines Kompromisses: „Lasst uns diese Fläche als Parkraum nutzen, dann haben die Werdener Sportler auch etwas davon!“

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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