Dicke mit kleinen Köpfen - Marlies Conen öffnet ihr Atelier

21. Juni 2015
11:00 Uhr
Finkenweg 10, 42579, Heiligenhaus
3Bilder

Glas, Keramik, Porzellan, Öl und Leinwand sind ihre Werkstoffe. Aber auch vor Kartoffelsäcken oder Bootsegeln macht die Künstlerin Marlies Conen nicht halt. Das Ergebnis ihrer grenzenlosen Kreativität der vergangenen Jahrzehnte zeigt die Diplom-Designerin nun der Öffentlichkeit. Sie war Vollzeit berufstätig, hat drei Kinder groß gezogen, war „nur Hausfrau“, ist leidenschaftliche Seglerin und konnte nie die Finger von der Kunst lassen.

„Was in mein Leben einfließt, setze ich künstlerisch um“, so die Diplom-Produktdesignerin. „Meine ‚Dicken mit den kleinen Köpfen‘ veranschaulichen das eigentlich am besten.“ Denn diese seien in einer Lebensphase entstanden, als der ausgebildeten Fotografin klar wurde, dass ihr „Job am Herd“ und die gewissenhafte Erziehung ihrer Kinder in der Gesellschaft keinerlei Anerkennung erfuhr. „Das Vorurteil der ‚dicken, dusseligen Hausfrau‘ gibt es auch heute noch“, ereifert sich die Mutter von drei Töchtern. „Da kannst du soviel arbeiten wie du willst und auch einen sehr hohen Anspruch an deine Kindererziehung haben. Die Außenwelt sieht: Sie ist nur zu Hause.“
Beurteilen kann Conen diesen Sachverhalt deshalb so gut, weil sie nach der Geburt ihrer ersten Tochter acht Jahre Vollzeit berufstätig war und erst mit ihren beiden zuletzt geborenen Töchtern Vollzeit-Hausfrau wurde.
Damals also entstanden ‚ihre Dicken‘, aber auch ihr Hobby Keramik lebte sie während dieser Phase aus. Verschiedenste Skulpturen, auch aus Bronze, Porzellan- Objekte, Plastiken aus dieser Zeit, aber auch aus jüngster Zeit füllen Atelier und Haus. „Künstlerisches Schaffen spielte in meinem Leben immer eine große Rolle. Als meine Kinder groß waren, habe ich mir daher meinen Traum erfüllt: ein Studium an der Fachhochschule Niederrhein, wo ich tolle Entwicklungsmöglichkeiten hatte. Mein Abschluss dort war wichtig für mein Selbstbewusstsein, meinen Anspruch an mich selbst und meine Zufriedenheit.“
Ob Glaskunst, Ölmalerei auf Leinwand, Segeltuch oder geschöpftes Papier - die Künstlerin sagt selbst, sie habe schon alles ausprobiert. Farbe ist ihr wichtig - oft maritim mit Bezug zur „Segelei“. Selbst einem Kartoffelsack und einem gebrauchten Bootsegel verhilft sie zu künstlerischem Wert. „Kreativität kennt keine Grenzen. Für den einen ist es Müll, ich mache Kunst daraus.“

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