Der „Poenigeturm“ wird wieder aus dem Dornröschenschlaf geweckt

2. Juni 2010
10:00 Uhr
poenigeturm, 58706 Menden
Schon einmal die Tür geöffnet
3Bilder

„Seit ich in Menden bin, war es mein Traum, den Poenigeturm aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Und noch nie waren wir so nah dran“, zeigte sich Mendens Bürgermeister Volker Fleige hocherfreut von der neuesten Entwicklung rund um das markante Gebäude.

Menden. Von der mittelalterlichen Wehranlage mit ehemals zwölf Türmen sind nur noch zwei der Mauerwerke erhalten. „Wenn wir das gerade fertiggestellte Stadtmodell im Poenigeturm ausstellen, können hier die Stadtrundgänge ihren Ausgang nehmen“, hat Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck schon klare Vorstellungen. Der Mendener Geschichtsweg würde dann weiter zum Teufelsturm und zum letzten erhaltenen Stück der Befestigungsmauer hinter dem Schmarotzerhaus führen.
Nun hat die Mendener Stiftung Denkmal und Kultur, schon federführend beim Erhalt des Schmarotzerhauses, die Initiative ergriffen und einen Hauptsponsor zum Ausbau des Gemäuers gefunden. Stiftungsvorstand Jan Dirk Hartmann wollte den Namen des Geldgebers allerdings noch nicht nennen: „Das soll er selbst machen.“ Noch ist der Turm in städtischer Hand, doch „bei der Übertragung werden wir uns sicherlich einig werden“, hofft Fleige.
Anschließend folgt der Innenausbau. Im unteren Bereich sind aus Gründen der Wehrhaftigkeit die Mauern sehr dick, erst weiter oben verjüngen sich die Wände. Und erst hier ist der Raum vorhanden, um das Stadtmodell auszustellen. „Deshalb muss eine Treppe eingebaut werden, die allerdings aus Gründen des Denkmalschutzes nicht in den Seitenwänden verankert werden kann“, erklärt Ulrike Lischka (Bauverwaltung). „Die Statik wird sicherlich eine Herausforderung.“ Der Name des Turms kommt im Übrigen aus dem Lateinischen von „Poena“ Strafe. Denn das Gemäuer diente auch zur Verwahrung von Straftätern.

Autor:

Peter Benedickt aus Fröndenberg/Ruhr

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