Baustellenlesung am 21. Januar
Neue Bücherei für Fröndenberg

Andreas Wallentin, Doris Wehowski, Sabine Dettmann und Sabine Bensmann-Wagner (Stadtverwaltung) sowie Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe freuen sich auf erste Aktivitäten in der neuen Stadtbibliothek.
  • Andreas Wallentin, Doris Wehowski, Sabine Dettmann und Sabine Bensmann-Wagner (Stadtverwaltung) sowie Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe freuen sich auf erste Aktivitäten in der neuen Stadtbibliothek.
  • Foto: Peter Benedickt
  • hochgeladen von Uwe Petzold

Noch sieht es in Fröndenberg, Markt 7A, irgendwie unfertig aus. Der Boden ist kahl, Pappkartons stapeln sich mitten im Weg, alte Metallregale zeugen von einer Existenz vor dem Leerstand.

Fröndenberg. Bald soll wieder Leben herrschen, aber es wird noch einige Zeit dauern, bevor sich Bürger die ersten Bücher ausleihen. Denn hier ist der neue Stadtbibliothek-Standort, nicht weit entfernt von der Bücherei Kern, die ebenfalls am Marktplatz ihren Sitz hatte.
Es scheint Wichtiges anzustehen, denn Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe war persönlich gekommen. „Der Umzug ist abgeschlossen“, mit diesen Worten begann die erste „Baustellen“-Pressekonferenz. „Die Räume in der ehemaligen Aldi-Filiale sowie Foto- und Geschenke-Laden sind wie gemacht für unser Projekt.“ Zudem die Marktplatz-Umgestaltung bald beginnt und die neue Bücherei wunderbar eingepasst werden kann.
Die Verwaltung erarbeitete ein Konzept, welches nahezu postwendend mit einem Förderbescheid in Höhe von 229.386 Euro aus Düsseldorf unterstützt wurde. „So etwas ist nicht selbstverständlich“, freute sich der Rathauschef über diesen satten Betrag, verwies aber darauf, dass diese Gelder nicht für die Bauleistungen verwendet werden dürfen. „Das übernimmt die Stadt, dafür haben wir rund 75.000 Euro im Haushalt, müssen aber noch warten, bis der Kreis sein Okay gibt.“

Online-Ausleihe in Planung

Der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde allerdings genehmigt. „Wir haben bereits 200 Kartons, prall gefüllt mit Büchern, über den Markt geschleppt“, schmunzelt Doris Wehowski, demnächst als Büchereileiterin verantwortlich. Eine weitere Personalstelle ist eingeplant.
Natürlich müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein: „Barrierefrei, damit Bürger mit Rollatoren, Rollstuhl oder Kinderwagen den Weg finden, ist Bedingung.“ Die Stadtbibliothek soll Wohlfühlatmosphäre versprühen, Aufenthaltsqualität bieten. Das Ziel: „Ältere vom Lesen nicht abhalten, Jüngere an das Buch heranbringen".
„Es wird modernisiert“, verspricht die Fachfrau. „Dazu gehört eine Online-Ausleihe, demnächst kommt die digitale Rückgabe.“ Alles wird Schritt für Schritt durchgeführt, alles ist bereits geplant. Für die jüngeren „Bücherwürmer“ gibt es Hörspielmedium auf dem modernsten Stand. So werden „tonies“ angeboten, die momentan der Renner beim Nachwuchs sind.
Schon im Kopf hat Doris Wehowski die Präsentation: „Wir füllen 200 Quadratmeter mit interessantem, spannendem und unterhaltendem Lesestoff.“ An die Wände entlang kommen Regale, in der Mitte sind die Gestelle niedriger und zudem mit Rollen ausgestattet sind, damit Platz für Veranstaltungen geschaffen werden kann.
Zur Veranstaltungs-Premiere soll der Baustellencharme genutzt werden. Am Dienstag, 21. Januar, 19.30 Uhr, bringen die Morde von Krimiautor Rainer Schmidt Leben in die zukünftige Stadtbibliothek.
Andreas Wallentin von der Mendener Buchhandlung Daub gestaltet das Programm: „Für Joachim Gauck ist der Ort zu klein, aber für diesen Autor, dessen Buch gelistet ist, dürfte das Ambiente perfekt sein.“ Der Schreiber hat als Bankettchef in Berlin gearbeitet, Einblicke in die politische und geheimdienstliche Welt bekommen, und verarbeitet diese nun in Schriftform. „Wird sicherlich kurzweilig“, lockt Wallentin, der sich durchaus vorstellen kann, weitere Events durchzuführen. Vorverkauf in der Touristik-Info Fröndenberg oder in der Buchhandlung Daub in Menden.

Lese-Mauri wird Maskottchen

Ein Maskottchen hat die Stadtbibliothek bereits: Den Lese-Mauri. Spätester Eröffnungstermin soll im September sein, klappt es früher, würde sich niemand wehren.
Ein Wermutstropfen allerdings gibt es: Der SommerLeseClub wird 2020 ausfallen müssen, weil es keine Ausleih-Anlaufstelle gibt. „Dafür denke ich an einen Lesemarathon“, schwebt Doris Wehowski allerdings bereits ein vollwertiger Ersatz vor.

Autor:

Uwe Petzold aus Dortmund-Süd

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