Mittelaltermarkt Gut Graefenthal Goch
Faszinierende Atmosphäre bei Rauch und Met

Ich hatte aber meine Henkersmahlzeit noch nicht
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  • Ich hatte aber meine Henkersmahlzeit noch nicht
  • hochgeladen von Lothar Dierkes

Es ist wieder Herbsteszeit und der letzte Mittelaltermarkt für diese Jahr in Goch hat Fahrt aufgenommen.
Freitags waren sie schon angereist, die Schausteller, Akteure, Handwerker, Gaukler und sonstige Fahrensleute. Hatten ihre Zelte aufgeschlagen, Stände vorbereitet, Betten für die Nacht aufgestellt und alte Bekannte begrüßt oder auch neue Freundschaften geknüpft. Hatten ihre Erfahrungen der vergangenen Märkte und allerlei Neuigkeiten ausgetauscht. Und wünschten sich natürlich schönstes Marktwetter.
Nun noch eine Nacht vor dem großen Spektakel überschlafen, dann kann der Markt starten.
Samstag Mittag ist es dann soweit, die Tore öffnen sich bei strahlendem Sonnenschein und die ersten Besucher strömen herein.
Für nur 5 €Thaler dürfen die Schaulustigen, die Wissbegierigen und Kauflustigen den großen Lager- und Aufmarschplatz erobern und sich satt sehen, satt essen, satt fragen und einfach nur staunen.
Die Kinder können auf Pferden aus Holz wie das aus trojanischen Geschichten ihre Geschicklichkeit erproben, die Erwachsenen können Bogenschießen üben, sich beim Kanoneneinschießen die Ohren zu halten und mittelalterliche Speisen und Getränke goutieren.
Ob sie sich dabei auch an Luthers Aussprüche erinnern und danach handeln, kümmert niemanden. Ist ja schließlich Mittelalter.
Und über dem ganzen Lager wabert ein typischer Dunst und Geruch nach Lagerfeuer, Gebratenem und Pulverdampf.
Und überall erspäht man mittelalterliche Geschäftigkeit und deren handwerkliche Kunstergebnisse.
Metallarbeiten, Drechslerprodukte, Leder- und Stoffzuschnitte und vieles mehr ist zu bewundern oder auch käuflich zu erwerben.
Und wer dem mittelalterlichen Treiben um sich herum eine Chance gibt, dieses auf sich wirken zu lassen, der wird entweder erkennen, dass es eigentlich alles auch etwas ruhiger, besinnlicher zugehen kann, andererseits aber auch eintauchen in die Mühsal und die Gefahren des mittelalterlichen Daseins . Und wenn es nur die vielen Schwerter, Helebarden, Kanonen und Feuerwaffen und die dazu gehörigen Edelmänner und Landsknechte sind, die einem gehörigen Respekt einflößen können.
Mag auch so mancher dieses Spektakel als rückwärtsgewandt oder überflüssig betrachten – die Begeisterung der Teilnehmen straft sie Lügen. Und einfach schön anzusehen oder in eine vergangene Welt einzutauchen und sich über vergangene Geschichte zu wundern, ist etwas ganz besonderes und schönes.
Auch wenn der eine oder andere kleine Stilbruch bei so viel action dabei nicht ausbleibt....

Autor:

Lothar Dierkes aus Goch

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