Bei heißen Temperaturen gab es in Pfalzdorf das Königsschießen und den Oldtimertreff
Jede Menge Hingucker

Eins von vielen alten Motorrädern (Martin Smits und Peter Hohl mit einer Moto Sacoche) und jede Menge anderer Oldtimer fanden sich auf der Festwiese ein.

Fotos (3): Franz Geib
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  • Eins von vielen alten Motorrädern (Martin Smits und Peter Hohl mit einer Moto Sacoche) und jede Menge anderer Oldtimer fanden sich auf der Festwiese ein.

    Fotos (3): Franz Geib
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Petrus hat in Pfalzdorf lauter Engel gesehen, denn er hatte es fühlbar zu gut gemeint an diesem Sonntag: Satte 32 Grad und in der Sonne spürbar mehr sandte er Richtung Festwiese am Hotel Auler, wo das Königsschießen und das große Oldtimertreffen stattfand. Bestes Wetter also für dieses Gemeinschaftswerk vom Schützenverein 1926 e. V. und dem Motor-Sport-Club "Flott weg".

PFALZDORF. Den einen ein wenig Leid, den anderen etwas mehr Freude, doch gestrahlt haben beide Veranstalter. Peter Hohl, der 2. Vorsitzende des MSC Flott weg", vor allem darüber, dass unter anderem zwei echte Raritäten den Weg zu Tophofen fanden. Marten Smits aus Kleve kam nämlich mit seiner Moto Sacoche aus dem Baujahr 1931 nach Pfalzdorf: "Die hat mir ein bekannter aus Sonsbeck angeboten und bis auf ein paar Kleinigkeiten war nichts dran zu machen." Von den Motorrädern dieser Art gibt es seiner Meinung nach nur zwei in ganz Deutschland, ein echter Glücksfall also für den Klever mit niederländischen Wurzeln.

Jedes Jahr eine andere Besonderheit

Und auch bei den vierrädrigen Oldtimern war wieder ein besonders alter Hingucker dabei. "Wiederholungstäter" Anton van London, ist jedes Mal in Pfalzdorf am Start und bringt immer eine Besonderheit mit. In diesem Jahr kam der Niederländer mit einem Citroen Torpedo, Baujahr 1926. In schönem Rot und Schwarz lackiert präsentierte sich dieser wie aus dem Ei gepellt. Peter Hohl: "Die meisten Fahrzeuge hier sind in einem besseren Zustand als damals beim Verkauf." Einen echter Scheunenfund war das, was Anton van London, mitbrachte: "Das Auto war in einem schlechten Zustand und ich musste alles in Eigenarbeit wiederherstellen." Heute ist das Auto so schick, dass van London es oft als Hochzeitsgefährt verleiht, selbstredend mit ihm am Lenkrad.

Freude hatte auch der Kassierer des MSC "Flott weg", Willi Lörcks: "Diesmal haben wir über 400 Autos, Motorräder, Trecker und Feuerwehrwagen hier." Ein Kommen und ein Abfahren herrsche den ganzen Tag über: "Das ist auch gut so, sonst wäre der Platz längst voll. So sehen wir immer wieder andere Fahrzeuge."

Viele der Gäste, die auf die Wiese kamen, dürften die meisten Autos noch persönlich gekannt und im Straßenverkehr erlebt haben. Dass dabei die Erinnerungen hoch kamen und die Fachsimpeleien nicht abbrachen, war deshalb nur eine logische Konsequenz.

Im vollen Ornat

Zwischendurch hatten sich die Schützen an der Gaststätte "Zum Bahnhof/Schröder" eingefunden, um im vollen Ornat das amtierende Königspaar abzuholen.

Hans-Jakob I. (Hetzel) und Sigrid II. warteten an der Rehmannstraße und gewährten den Schützenfreunden erstmal eine kurze und abkühlende Rast, bevor es gen Festplatz am Hotel Auler losgehen sollte.
Dort fand pünktlich um 14 Uhr das Königsschießen statt. Doch das ist eine andere Geschichte, die später veröffentlicht wird.

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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