Ausschuss steckt Handlungsrahmen für zehn Jahre ab
Mehr Bürgerbeteiligung bei der Stadtentwicklung

Haltern. Ein großes Stück Bürgerbeteiligung in verschiedenen Runden ist nun auf den Weg gebracht: Einstimmig verabschiedete der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss am Donnerstagabend das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für die Innenstadt“.

Darin aufgelistet ist eine Reihe von baulichen Veränderungen, die insgesamt in den nächsten etwa zehn Jahren dazu beitragen sollen, die Stadt neu zu gestalten, moderner, wohnlicher und attraktiver zu machen.  Wobei die Politiker in letzter Minute einen bisher vorgesehenen Aspekt aus diesem Werk gestrichen haben wollten: Ebenso einstimmig erklärten sie, dass es die angedachte Bebauung des Kolken Lochs nahe des Bahnhofs nicht geben soll. Deshalb wird die Verwaltung nun diesen Gedanken aus dem Konzept streichen und es dann der Bezirksregierung zuleiten.
Zur Entstehung des umfangreichen Katalogs: Nach einer ersten Analyse hat es im letzten Jahr verschiedene Beteiligungsarten gegeben: Bürgerwerkstatt, Postkartenaktion, Online-Beteiligung, Expertengespräch, Städtebau-Marktstand und Stadtspaziergang, die insgesamt auf großes Interesse gestoßen sind. Begleitet wurden diese Prozesse durch einen aus Verwaltung, Politik und Seniorenbeirat zusammengesetzten Lenkungskreis, der die unterschiedlichsten Aspekte zusammengefasst und nun dem Ausschuss und Rat (am 4. April) zur endgültigen Abstimmung vorgelegt hat.Das Papier ist nun der entscheidende Orientierungsrahmen für Politik und Verwaltung in den nächsten Jahren. Darin enthalten ist auch ein zeitlich differenzierter Maßnahmenplan, der konkrete Projekte für den Stadtumbauprozess angibt. Gleichzeitig dient er auch als zwingende Grundlage, um für die einzelnen Maßnahmen vom Land und von der Bezirksregierung Zuschüsse bekommen zu können.
Unterteilt werden die unterschiedlichen Projekte in Prioritäten: A gibt den Zeitraum von 2019 bis 2023 an, B von 2023 bis 2026 und C von 2026 bis 2028. Einig war sich der Ausschuss beispielsweise darin, diese Themen als A-Projekte zu benennen: Verkehrskonzept für die Innenstadt, Veränderung des Galen-Parkes, Umbau der Holtwicker- und Koeppstraße.

Alle (auch hier nicht aufgeführten) Maßnahmen könnten in den nächsten Jahren einen finanziellen Aufwand von grob geschätzten 14,6 Millionen Euro haben. Dabei hoffen die Verantwortlichen auf Zuschüsse in Höhe von rund 10,2 Millionen Euro, so dass der städtische Anteil bei rund 4,4 Millionen Euro läge.

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