Bürgerbus Haltern am See e.V. informiert zu oft gestellten Fragen
18 Monate Bürgerbusbetrieb in Haltern

Der Bürgerbus ist eine Erfolgsgeschichte für Haltern am See, auch wenn mancher sich fragt, warum nicht anderswo Haltestellen eingerichtet werden können.
  • Der Bürgerbus ist eine Erfolgsgeschichte für Haltern am See, auch wenn mancher sich fragt, warum nicht anderswo Haltestellen eingerichtet werden können.
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern. 787 Fahrgäste, davon 103 Schwerbehinderte, teilweise mit Begleitung, nutzen den Bürgerbus im April. Am Samstag, 4. November 2017, ging die Bürgerbuslinie an den Start!

Hans Kirschbaum vom Bürgerbusverein: „Am 4. Mai 2019 ließ ich mir als letzter Fahrer dieses Tages nach exakt 1,5 Jahren Bürgerbusbetrieb in Haltern am See all die Dinge durch den Kopf gehen, mit denen wir uns im Vorstand und unsere Fahrerinnen und Fahrer in dieser Zeit beschäftigt haben, um ehrenamtlich einen erfolgreichen Linienverkehr zu gewährleisten.“Kirschbaum weiter: „Wir erhalten viele Fragen, Wünsche und Vorschläge von unseren Fahrgästen, aber noch mehr per Telefon und in Informationsveranstaltungen." Hier die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten sowie allgemeine Informationen:

Warum ist trotz Gehbehinderung ein Ausstieg vor Arztpraxen nicht möglich?
Weil dort kein Versicherungsschutz besteht und im ÖPNV nur an den im Fahrplan festgelegten Haltestellen ein- und ausgestiegen werden darf! So steht es im Fahrerhandbuch der „Vestischen“. Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis. Das Aus- und Einsteigen an einem gewünschten Haltepunkt ist Taxi-Unternehmen vorbehalten und soll auch in Zukunft so bleiben!

Warum fährt der Bürgerbus nicht Mittwochnachmittag aber Samstagvormittag?
Weil ein Nachmittag pro Woche zur Innen- und Außenreinigung des Busses benötigt wird. Ebenfalls stehen Termine für Inspektionen, Werkstattaufenthalte, Tanken, Fahrten zur Vestische Straßenbahnen GmbH, regelmäßige technische Überprüfung und Wartung, Beklebung von Fahrzeugwerbung u. v. a. mittwochs auf dem Programm. An Samstagen und nach Betriebsende ist dies nicht möglich. Samstags freuen sich die Fahrgäste, den Bürgerbus für ihren Wochenendeinkauf nutzen zu können; zudem sind am Miittwochnachmittag die meisten Arztpraxen und Apotheken in der Stadt geschlossen.

Warum muss ich mich anschnallen, auch dann, wenn der Gurt zu kurz ist?
Der Bürgerbus wird als PKW im ÖPNV betrieben. Dort herrscht Anschnallpflicht! Unsere FahrerInnen helfen gerne, wenn jemand mit der Technik Probleme hat. Sollte es zu eng werden, erhalten die Fahrgäste eine Gurtverlängerung. Der Bus darf erst abfahren, wenn alle Fahrgäste angeschnallt sind.

Warum kommt der Bürgerbus in der letzten Zeit manchmal zu spät?
Weil das Fahrgastaufkommen von Fahrgästen mit Rollatoren stetig gestiegen ist. Das Fahrpersonal hilft beim Ein- und Aussteigen sowie Befestigen des Rollators im Bus. Das dauert ein wenig. Manchmal sind auch Straßensperrungen, Baustellen und Staus der Grund. Am Bahnhof startet der Bus dann wieder pünktlich! Einmal ist es im April vorgekommen, dass zwei Fahrgäste nicht einsteigen konnten, weil alle Plätze im Bürgerbus besetzt waren. Das ist zwar sehr schade, aber es dürfen nur maximal acht Personen angeschnallt befördert werden.

Warum sind einige Haltestellen immer wieder mal von Fahrzeugen zugeparkt?
Weil sich einige Fahrzeugführer nicht immer an die Regeln halten. Das ist schon wesentlich besser geworden als in den ersten Wochen des Bürgerbusbetriebes. 15 Meter vor und hinter einer Haltestelle ist Parkverbot. Zum Ein- und Aussteigen darf man an Bushaltestellen anhalten und wieder weiterfahren, wenn der Busverkehr dadurch nicht beeinträchtigt wird.

Warum können Vereine, Kleingruppen usw. den Bürgerbus nicht nutzen?
Der Bürgerbus gehört der „Vestische Straßenbahnen GmbH“. Sie hat für die Dauer von 10 Jahren von der Bezirksregierung eine Konzession für den ÖPNV mit dem Bürgerbus im Linienverkehr in Haltern am See erhalten. Wir als Bürgerbusverein müssen zwar die Durchführung des Fahrbetriebes gewährleisten und für sämtliche Kosten – im Gegensatz zu allen anderen Bürgerbusvereinen in NRW – aufkommen! Da wir nicht Eigentümer sind, aber auch aus versicherungsrechtlichen Gründen, ist eine anderweitige Einsatzmöglichkeit nicht angedacht und möglich.

 
Interessenten am Bürgerbusbetrieb – auch ehrenamtliche FahrerInnen – erhalten Informationen von Werner Mohr (1. Vorsitzender) Fon 0 23 64 – 60 84 428 und Hans Kirschbaum (Marketing, Öffentlichkeitsarbeit) Fon 0 23 64 – 60 84 615.  Zudem finden regelmäßig im Kolping-Treff jeweils am 3. Dienstag eines Monats Besprechungen der Fahrerinnen und Fahrer zum Informationsaustausch statt. Auch neue Interessenten sind gerne gesehen. Nächster Termin: 21. Mai um 19:00 Uhr.

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