Einer gegen den Rest der Welt - Kamp-Lintfort freut sich auf die diesjährige Inszenierung von „Michael Kohlhaas“ im Freilichttheater Kamp

Das Freilichttheater Kamp auf dem Abteiplatz vor dem Kloster Kamp bietet auch in diesem Jahr wieder großes Theater.
  • Das Freilichttheater Kamp auf dem Abteiplatz vor dem Kloster Kamp bietet auch in diesem Jahr wieder großes Theater.
  • hochgeladen von Regina Katharina Schmitz

Vor der verführerischen Kulisse des Klosters Kamp warten auch in diesem Sommer das Kölner N.N. Theater sowie das Landestheater Burghofbühne mit zwei verschiedenen Stücken der Literaturgeschichte auf.

Dank des finanziellen Engagements der Unternehmerinitiative für Kamp-Lintfort heißt es für das bereits 15. Freilichttheater Kamp „Bühne frei“! Da es diesmal lediglich drei Spieltermine gibt, gilt es, sich die Karten bereits im Vorverkauf zu sichern.

Mit seiner speziellen Version von „Michael Kohlhaas“, frei nach Heinrich von Kleist, macht das Kölner N.N. Theater den Auftakt. Schon seit einigen Jahren stand die Novelle auf der Wunschliste des Theaters. Nun wurde dieses Vorhaben realisiert. Die Inszenierung macht mit dem „Kampf um Gerechtigkeit“ die Aktualität dieser Novelle sichtbar und schlägt eine Brücke zum heutigen Zuschauer. Die Geschichte vom Rosshändler, dem ein Unrecht geschieht, das von der Bürokratie eines korrupten Staates noch vervielfacht wird, wirkt zumindest als warnendes Beispiel. Das Theater geht der bitteren Note des Stoffes nicht aus dem Weg, sondern konfrontiert sie effektvoll mit der burlesken Komik, auf die sich die Truppe so glänzend versteht.

Das Landestheater Burghofbühne bringt in diesem Jahr mit „Der Raub der Sabinerinnen“ einen Schwank von Franz und Paul von Schönthan auf die Bühne. Hier geht es um Gymnasialprofessor Gollwitz, der als Student eine Römertragödie geschrieben hat: „Der Raub der Sabinerinnen“. Eine Jugendsünde gewissermaßen, über die das Vergessen gnädig seinen Mantel ausgebreitet hat. Doch Wandertheater-Direktor Striese will dem Werk, koste es, was es wolle, zu einer „grandiosen Aufführung“ verhelfen. Schließlich hat das unlängst in einem anderen Provinzkaff mit dem Stück eines Aushilfsbriefträgers auch funktioniert.
Die Brüder Schönthan waren Schauspieler, Regisseure, Journalisten und Verfasser bühnenwirksamer Lustspiele. „Der Raub der Sabinerinnen“ von 1885 wurde ihr größter Erfolg.

An folgenden Terminen finden die Aufführungen statt: „Michael Kohlhaas“ – Tragikomödie frei nach Heinrich von Kleist, Samstag, 25. August, (Kölner N.N. Theater), „Der Raub der Sabinerinnen“ - Schwank von Franz und Paul Schönthan, Freitag, 31. August und Samstag, 1. September, (Landestheater Burghofbühne, Dinslaken). Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.
Der Vorverkauf hat begonnen, die Karten sind unter anderem bei Artz-Reisebüro, Hardenbergstraße 1, Kamp-Lintfort, im Internet: www.eventim.de und bei allen CTS-Vorverkaufsstellen erhältlich. Der Eintritt im Vorverkauf beträgt 16,75 Euro, an der Abendkasse liegt der Preis bei 19 Euro. Der Vorverkauf endet an den entsprechenden Wochenenden freitags um 12 Uhr.Die Vorstellungen finden grundsätzlich auch bei Regen statt. Muss eine Aufführung aus besonderen witterungsbedingten Gründen ausfallen, wird eine Aufführung am folgenden Sonntag beziehungsweise Montag als Ersatz angeboten. In diesem Fall wird der entsprechende Ersatztermin am selben Abend bekannt gegeben. Karten können nicht zurückgenommen werden. Wird eine begonnene Vorstellung aus Witterungsgründen nach Ablauf einer Spielzeit von 30 Minuten abgebrochen, so kann ein Ersatzanspruch nicht gewährt werden. Die Bühne und die Tribüne sind nicht überdacht. Die Sitzplätze sind nicht nummeriert.

Autor:

Regina Katharina Schmitz aus Dinslaken

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