Gebürtige Kamp-Lintforterin Nadine Rupp legte eine Fotografenkarriere hin, die sich sehen lassen kann
"Und es hat „Klick“ gemacht!"

Zielstrebig und selbstbewusst - Nadine Rupp hat sich in der internationalen Fotografenszene einen Namen gemacht.
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  • Zielstrebig und selbstbewusst - Nadine Rupp hat sich in der internationalen Fotografenszene einen Namen gemacht.
  • Foto: Nadine Apfel
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1001 Foto - und es hat „Klick“ gemacht! Die selbstständige Fotografin Nadine Rupp legte eine Karriere hin, die sich sehen lassen kann. Manuel Neuer, Hannes Jaenicke, David Garrett und Desireé Nick sind nur einige von den Promis, die die gebürtige Kamp-Lintforterin fotografisch ins rechte Licht rückte. Wochen-Magazin sprach mit der 45-Jährigen, die nun in München lebt. Über Fotos, Menschen und ihre spannende Reise durch die Welt der Fotografie.
„Der Weg meiner Karriere verlief nicht ganz gerade“, erklärt Nadine. „Aber ich habe bereits als Kind gerne fotografiert und später als Jugendliche meine Leidenschaft für die schwarz-weiß Fotografie entdeckt. Allerdings wäre ich nie darauf gekommen, sie als Beruf auszuüben.“ Nach dem Abi war für Nadine klar, der Journalismus sollte es sein. Vor dem Studium der Kommunikationswissenschaft in Essen, absolvierte sie zunächst noch zwei Semester Wirtschaftswissenschaften. „Beides war für mich jedoch nicht wirklich spannend. Es musste noch etwas anderes geben“, so Nadine zielstrebig. Durch Zufall ergab sich ein Redaktionsassistenzjob, den sie neben der Uni ausübte. Dort warteten neue Kontakte, insbesondere mit Fotografen. „Ich habe mir vieles angeguckt und einfach beobachtet. Die Arbeit in der Sportredaktion hat mir besonders großen Spaß gemacht. Ich dachte mir „Das ist es!“. Und da hat es bei mir „Klick“ gemacht! Ich wollte mir aber das technische Know-How so schnell wie möglich aneignen. Ich entschied mich für eine Ausbildung im Fotostudio Barth in Moers. In einem Jahr und neun Monaten konnte ich diese, die normalerweise drei Jahre dauert, erfolgreich abschließen.“

Aufträge bei den Olympischen Spielen und der Fußball-WM 2006

In einer Sportfotoagentur in Hamburg sammelte die gebürtige Kamp-Lintforterin, die bis zum ihrem 19. Lebensjahr in der Klosterstadt aufwuchs, dann erste Erfahrungen in einem Volontariat. Und dann? Dann gab es kein Halten mehr für Nadine, die hauptsächlich für den Actionsportbereich auf weltweiten Events unterwegs war. So erinnert sich die Wahlmünchnerin, die der Liebe wegen umzog, an Sporveranstaltungen in Irland, an Events mit Muhammad Ali, die Champions League-Spiele, Spiele des HSV und FC St.Pauli, an Aufträge bei den olympischen Spielen in Athen und bei der Fußball-WM 2006. „Eine gehörige Portion Biss und Energie braucht man schon, um das alles durchzuziehen. Es ist körperlich und mental eine echte Aufgabe. Man hat ein relativ schweres Equipment zu tragen und steht ständig unter Strom. Hinzu kommt, dass man kaum Freizeit hat, auch nicht an den Wochenenden“, erzählt Nadine. Nach einigen Jahren merkte sie jedoch, dass ihr das Herzblut für die Sportactionfotografie ausging: „Es gab nicht mehr so vieles Neues, was ich daraus ziehen konnte.“

Fotoshooting mit Lothar Matthäus

Ein Fotoshooting mit Lothar Matthäus in Israel öffnete der sympathischen Fotografin aus Leidenschaft dann die Augen: „Ich wusste, dass ich die Sportfotografie in dieser Intensität nicht mehr machen konnte und wollte. Dann wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit und wollte vor allem meiner Kreativität freien Lauf lassen können. Dem Sport wollte ich aber zunächst treu bleiben“, so Nadine entschlossen. Durch jahrelange Kontakte und Vertrauenverhältnisse mit Managern und Agenten von Promineten, konnte sich Nadine dann endlich ihren Traum erfüllen - Menschen ins rechte Licht rücken – sie einfangen, wie sie wirklich sind. So authentisch, wie möglich. Dabei versucht Nadine auf ihren Bildern den Charakter der Menschen heraus zu holen, die Mimik und Gestik. „Es gibt nichts Spannenderes, als unterschiedliche Menschen in ihrer Ganzheit abzulichten“, schwärmt die 45-Jährige, die auch das Reisen liebt.

Wunsch, den Dalai Lama abzulichten

„Mein größter Wunsch ist es, einmal den Dalai Lama fotografieren zu dürfen. Er besitzt eine so wahnsinnig tolle Ausstrahlung, ein absolut positives Charisma voller Güte.“ Bereits mit 18 Jahren zog es Nadine nach Indien. Sie besuchte den Himalaya und später auch Tibet. Und wer weiß.. vielleicht wird sie auch irgendwann einmal dem Dalai Lama begegnen. Weitere Infos gibt es auf www.ruppografie.de

Autor:

Nadine Scholtheis aus Moers

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