Stolpersteine wider das Vergessen

Die „Stolpersteine“ sind eine Mahnung gegen das Vergessen. Name, Geburts- und Todesjahr sowie Erinnerungen sind das Einzige , was von den deportierten und ermordeten Opfern des Nationalsozialismus übrig geblieben ist.

Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe des Rates beschäftigte sich über 1 Jahr intensiv mit einer Dokumentation der Verwaltung, wonach 14 Personen direkt von Langenfeld aus deportiert und ermordet wurden. Der Ort ihrer letzten Wohnung ist bekannt.

Für diese 14 Personen sollten nach einem Beschluss des Rates vom März 2005 Stolpersteine, die an das Leid der Mitbürger und Mitbürgerinnen erinnern, im öffentlichen Straßenraum verlegt werden.

Schüler und Schülerinnen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums und der Gesamtschule beschäftigten sich im Jahre 2004 ausgiebig mit der Thematik. Die gesammelten Spenden des Konrad Adenauer Gymnasiums reichten laut Schreiben der Schule vom 16. März 2004 für das Verlegen von 2 Steinen.

Es ist enttäuschend und macht traurig, dass der Ratsbeschluss vom März 2005, bis zum heutigen Tag nicht umgesetzt wurde und erst 6 Stolpersteine verlegt wurden.
Wo befinden sich die von Schülern und Schülerinnen des Gymnasiums gespendeten 2 Stolpersteine?

Die Stadtverwaltung ist gefordert, den damaligen Ratsbeschluss schnellstmöglich umzusetzen. Die Politik muss den Vollzug des Beschlusses einfordern. Die Terminlage des Künstlers Günter Demnig darf der Stadtverwaltung nicht als Entschuldigung dienen.
Wir dürfen nicht aufhören, den Opfern zu gedenken. Auch 65 Jahre nach Kriegsende müssen wir an die unsäglichen Taten erinnern, zumal es immer weniger Zeitzeugen gibt. Dies ist ein Teil unserer Erinnerungskultur. Auch der bevorstehende Volkstrauertag gibt Gelegenheit , an die Verlegung der fehlenden Stolpersteine zu erinnern.
Rolf D. Gassen

Autor:

Rolf D. Gassen aus Langenfeld (Rheinland)

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