Proklamation des Langenfelder Prinzenpaares, Dennis I. und Natascha I.
Ein Geysir wie in Monheim? Das Langenfelder Prinzenpaar wünscht sich lieber einen Kamelle-Vulkan

Das neue Langenfelder Prinzenpaar, Dennis I. und Natascha I. Dahinter die Hofdamen Uschi Wrobel (links) und Trudi Schäfer sowie die Adjutanten Sven (links) und Hans-Willi Schäfer. ^Fotos: Michael de Clerque
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Unter dem Jubel der Jecken ziehen Vertreter der Karnevalsvereine zur bunt geschmückten Stadthallen-Bühne und nehmen Aufstellung. Prinz Dennis I. und Prinzessin Natascha I. betreten am Ende der närrischen Kette den Saal. Die Menge tobt, die Stimmung ist auf dem Höhepunkt. Alle Langenfelder Prinzenpaare geben die Proklamation stets als einen der Sessions-Höhepunkte an, den sie nie mehr vergessen werden. Das wird auch bei Dennis I. und Natascha I. so ein.

FLK-Präsident Hans-Werner Jansen vom Sessions-Motto begeistert

Die neuen närrischen Repräsentanten regieren unter dem Motto „Fröhlich, jeck und kunterbunt – Langenfeld ist in aller Mund“. Hans-Werner Jansen, neuer Präsident des Festkomitees Langenfelder Karneval (FLK), ist von dem gereimten Spruch, der die Jecken durch die Session begleiten wird begeistert. Frei zusammengefasst seine Interpretation: Die Langenfelder feiern gerne, lieben den Karneval und leben kulturelle Vielfalt. Zudem hat sich die die Posthorngemeinde insbesondere als gesunder Wirtschaftsstandort nicht nur bei uns in der Region einen Namen gemacht.

Politische und kirchliche Macht in närrischer Hand

Der FLK-Präsident stellte die beiden Majestäten vor, die, nachdem Bürgermeister Frank Schneider ihnen feierliche die Bestallungsurkunde überreicht hatte, mit ihren närrischen 11 Geboten gleich die Regierungserklärung verkündeten. Dennis I. (Dennis Mainzer), lange Zeit Mitglied der KG Spiess-Ratzen und seit 2015 Mitglied der Postalia (seit 2017 auch Vorsitzender), forderte gleich die gesamte politische und kirchliche Macht ein: „Bürgermeister außer Betrieb bis Aschermittwoch.“ Prinzessin Natascha I., Mitglied im Heimatverein Postalia, im Rheinischen Tanzcorps Echte Fründe und bei den Sportkeglern Langenfeld, hatte eine Forderung, die bei den Jecken besonders gut ankam: „Wenn sich Monheim einen künstlichen Geysir in einem Kreisverkehr leistet, dann sollte in einem der Langenfelder Kreisverkehre ein künstlicher Vulkan errichtet werden, der täglich um 11.11 Uhr Kamelle spuckt.“

Kostenfreies Parken mit Pappnase auf der Parkscheibe

Nach den närrischen Repräsentanten soll von Altweiber bis Aschermittwoch auch eine mit einer Pappnase geschmückte Parkscheibe reichen, um kostenlos das Auto abzustellen. Der Bürgermeister müsse zudem während dieser Zeit das Prinzenpaar samt Gefolge umsorgen und sich darum kümmern, dass sie immer gut von A nach B kommen: staufreie Straßen, freie Parkplätze und ausreichend Verpflegung zwischen den Auftritten. Genug Zeit, den Forderungen nachzukommen beziehungsweise die nötigen Vorbereitungen zu treffen, ist ja da: Die Session ist im Vergleich sehr lang. Aschermittwoch ist am Mittwoch, 6. März.

Starkes Team mit Adjutanten und Hofdamen

Damit während der 5. Jahreszeit alles reibungslos verläuft, hat das Prinzenpaar ein starkes Team um sich versammelt: Die Hofdamen Uschi Wrobel und Trudi Schäfer sowie die Adjutanten Sven und Hans-Willi Schäfer bringen viel Erfahrung im Bereich Brauchtum und Karneval mit. So waren beispielsweise Hans-Willi und Trudi Schäfer von 2013 bis 2016 das Traditionspaar der Stadt. Viel närrisches Organisations-Know How bringt aber auch die Prinzessin mit: Sie war unter anderem in den Jahren 2014 und 2015 Prinzenführerin beim FLK, 2017 zusätzlich auch Schatzmeisterin.

Abwechslungsreiches Sitzungsprogramm

Ein abwechslungsreiches Sitzungsprogramm rahmte die Proklamation ein. Den Auftakt machte der Nachwuchs: Die Rheinsternchen und das Kindertanzcorps der Echten Fründe sorgten gleich für Schwung. Emotional war auch die Verabschiedung des Prinzenpaares der letzten Session, Detlef I. und Petra II.. Sie stimmten sehr zur Freude der Närrinnen und Narren noch einmal ihre Sessionslieder an. Mit dem Rheinischen Tanzcorps Echte Fründe e.V., den Bremsklötz, der Bürgergarde Blau Gold aus Köln, den Jungen Trompetern, Christian Pape und der Kultgruppe Paveier erlebten die Jecken einen stimmungsgeladenen Abend, der Lust auf die lange Session im „fröhlich, jecken und kunterbunten“ Langenfeld macht. Denn auch in Sachen Karneval ist die Posthorngemeinde über die Stadtgrenzen hinaus „in aller Mund“.

Die 11 Gebote im Überblick

1. Gebot

Der Prinz verfügt aufgrund seines schlechten Gedächtnisses, dass alle Karnevalisten in dieser Session Namensschilder mit Vereinslogo zu tragen haben damit Verwechselungen ausgeschlossen werden.

2. Gebot

Die gesamte politische und kirchliche Macht geht für die närrische Session in die Gewalt des Prinzenpaares über. Unser Bürgermeister Frank Schneider trägt ab jetzt den Titel: großes B kleines a. großes B. kleines b. großes A., was so gut wie heißen soll, „Bürgermeister außer Betrieb bis Aschermittwoch“!

3. Gebot

Um die Bevölkerung in den Karnevalsmodus zu bringen, soll ab dem 27.12.2018 auf dem Weihnachtsmarkt auch Karnevalsmusik gespielt werden.

4. Gebot

Wir verfügen, dass in der Karnevalszeit alle städtischen Fahrzeuge mit blau - gelben Fähnchen zu schmücken sind.

5. Gebot

Bei Kunst im öffentlichen Bereich sollte Langenfeld der Nachbarstadt Monheim in nichts nachstehen. Wenn sich Monheim einen künstlichen Geysir in einen Kreisverkehr leistet, dann sollte in einem der
Langenfelder Kreisverkehre ein künstlicher Vulkan errichtet werden, der täglich um 11.11 Uhr Kamelle spuckt.

6. Gebot

Für ein einheitliches Stadtbild verpflichten wir den Bürgermeister nach dem Umbau der Solinger Straße auch die komplette Innenstadt in ähnlicher Form, aber als Fußgängerzone, zu gestalten.

7. Gebot

Da es durch den Klimawandel vermehrt zu erwartenden Starkregen kommt verfügen wir, dass die Karnevalswagen in Bootsform gebaut werden sollen, damit der Karnevalszug auf jeden Fall stattfinden kann.

8. Gebot

Wir verfügen, dass zusätzlich zu den Fußspuren, die den Weg zum nächsten Mülleimer anzeigen, in der Karnevalszeit den Karnevallisten Fußspuren den Weg zur nächsten Theke anzeigen.

9. Gebot

Wir verfügen, dass das Ordnungsamt anzuweisen ist, das Autofahrer die ihre Parkscheibe mit einer roten Pappnase schmücken, von Altweiber bis Aschermittwoch kostenlos parken dürfen.

10. Gebot

Während der „dollen“ Tage, also von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch, hat der Bürgermeister das Prinzenpaar samt Gefolge zu umsorgen. Er sorgt für staufreie Straßen, freie Parkplätze und für ausreichend Verpflegung zwischen den Auftritten.

11. Gebot

Miesmacher, Gerüchtestreuer und sonstiges durchtriebenes Volk aller Art seien aus dem Reiche des Prinzenpaares verbannt und während der Regierungszeit mit Ausgehverbot belegt. Bei Nichteinhaltung droht die Verbannung nach Düsseldorf!

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