Der eiserne Gustav auf der Wilhelmshöhe

Großes Theater um eine Kutschfahrt nach Paris


Mit nur einer Droschkenfahrt wurde der Eiserne Gustav 1928 weltberühmt. Zehn Jahre nach Ende des großen Krieges kutschierten er und sein Schimmel Grasmus nach Paris und ganz Deutschland jubelte dem alten Mann zu. Unter der Regie von Martin Woelffer spielen Walter Plathe, Dagmar Biener, Björn Harras, Henrike von Kuick, Felix Maximilian und Anja Pahl am Donnerstag, 05. Dezember 2013, um 20.00 Uhr im Großen Saal der Wilhelmshöhe Menden.

Gustav Hackendahl ist Preuße bis in die Haarspitzen. Er führt einen Droschkenbetrieb, der so viel abwirft, dass seine Familie davon gut leben kann. Seinen vier Kindern ist er ein strenger Vater. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, wird alles anders: zwei von Hackendahls Söhne werden einberufen, seine Pferde werden eingezogen und bei den zwei zu Hause verbliebenen Kindern verliert er zunehmend an Autorität.

Nach Kriegsende verdrängen die aufkommenden Automobile die Pferdedroschken von den Stra-ßen und Hackendahls Existenz ist vollends bedroht. Doch der eiserne Gustav macht seinem Na-men alle Ehre und lässt sich nicht unterkriegen.
Zehn Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges macht er sich mit seinem Schimmel Grasmus und einem Reporter auf den Weg nach Paris und schreibt mit dieser Aktion Geschichte: Sowohl in Paris als auch in Berlin werden er und sein Pferd von Tausenden von Menschen bejubelt.

Hackendahl wird berühmt. Hans Fallada hat dem eisernen Gustav mit seinem gleichnamigen Roman ein literarisches Denkmal gesetzt. Wobei die Fahrt nach Paris nur Schluss- und Höhepunkt einer deutschen Familiengeschichte ist, die beispielhaft ist für eine ganze Nation. In ihrer Treue zum Kaiser, im Leid des Krieges und im Verlust durch Inflation.
Peter Lund hat für das Theater am Kurfürstendamm aus dem Roman ein tragikomisches Theater-stück gemacht, ganz in der Tradition des naturalistischen Volkstheaters der damaligen Zeit. Eine Verneigung vor Hauptmann & Co, eine packende und berührende Familiensaga, vor allem aber eine Paraderolle für den großen Volksschauspieler Walter Plathe als „Der eiserne Gustav“.

Eintrittskarten sind noch erhältlich im Bürgerbüro oder Kulturbüro der Stadt Menden, Tel.: 02373/903-8753. Die Plätze sind fest nummeriert und der Eintrittspreis liegt je Preiskategorie zwischen 9,50 € und 14,50 €.

Autor:

Klaus-Jürgen Sieberg aus Menden (Sauerland)

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