Corona-Krise
Missionskreis von St. Dionysius bittet um Hilfe für Rwanda

Dr. Uta Düll (links) übergibt Lebensmittel an zwei Einwohner in Gikonko. | Foto: Missionskreis St. Dionysius
  • Dr. Uta Düll (links) übergibt Lebensmittel an zwei Einwohner in Gikonko.
  • Foto: Missionskreis St. Dionysius
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Der Baumberger Missionskreis der katholischen Kirchengemeinde St. Gereon und Dionysius unterstützt seit Jahren eine Gesundheitsstation in Gikonko im kleinen Land Rwanda im Herzen Afrikas, die vom Institut St. Bonifatius in Detmold, einer katholischen Gemeinschaft von Frauen, geführt wird. Mit mehr als 40.000 ambulanten und mehr als 2.000 stationären Behandlungen sowie über 600 stationären Geburten leistet die Gesundheitsstation, die zu großen Teilen durch Spenden finanziert wird, einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung im Ort Gikonko und Umgebung. Überregional bekannt ist die Station für die Behandlung von Kindern mit Hydrozephalus (Wasserkopf) und Spina Bifida (offenem Rücken).

Zwar ist die befürchtete Katastrophe durch Corona in Rwanda Gottseidank bisher nicht eingetreten. So meldete das Land Rwanda bis zum 20. Juli 2020 etwas über 1.500 Infizierte und nur fünf Todesfälle. Ist also alles gut in Rwanda? „Nein, das ist es leider nicht“, unterstreicht Andreas Terhaar vom Baumberger Missionskreis. „Die Bekämpfung der Pandemie hat harte Auswirkungen für die Bevölkerung, die schnelle Hilfe nötig machen.“

Menschen von existentiellen Sorgen betroffen

So wurde auch in Rwanda im März ein Lockdown verhängt. Von dort berichtet Dr. Uta Düll, Ärztin in der Gesundheitsstation und Mitglied des Institutes St. Bonifatius: „Nur noch Lebensmittelläden oder Apotheken dürfen öffnen. Angehörige von Betrieben, öffentlichen Stellen, Verwaltung, Banken usw. sollen von zu Hause aus, arbeiten. Wer auf der Straße angehalten wird, muss sich ausweisen und sagen, wohin er will. Wer ohne Bescheinigung ertappt wird, kommt ins Gefängnis. Die Menschen sind von existentiellen Sorgen betroffen. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Ausgangssperren verbieten den Weg zur Arbeit, zum Markt oder zur Feldarbeit. Manchen fehlt dadurch das nötige Geld für Lebensmittel und Medikamente. Der Lohn in diesen Ländern ist oft so gering, dass kaum Rücklagen gebildet werden können und die Lebensmittelpreise explodieren. Wir helfen deshalb, wo wir können, besonders mit Lebensmitteln und Seife.“

Corona-Krise wird zu einem Riesenproblem

Zwar wurden mittlerweile auch in Rwanda erste Einschränkungen gelockert. Von der Normalität ist das Land aber noch weit entfernt. Unverändert bleibt auf unabsehbare Zeit, dass für viele Menschen in Rwanda die Corona-Krise zu einem Riesenproblem wird. Kurzarbeitergeld und staatliche Hilfen wie bei uns in Deutschland können Betroffene in dem armen Land nicht erwarten.

Der Baumberger Missionskreis der Katholischen Kirche bittet deshalb aufgrund der prekären Situation in Rwanda um großherzige Spenden für die Gesundheitsstation und die Arbeit der Frauen von St. Bonifatius, damit den betroffenen Menschen in Gikonko und Umgebung schnell und wirksam geholfen werden kann.

Auf dieses Konto können Sie spenden:
Bank für Kirche und Caritas e.G. in Paderborn
IBAN:DE22472603070011220501
BIC: GENODEM 1 BKC
Stichwort: „Corona Hilfe/Monheim“

Damit auch eine entsprechende Bescheinigung für das Finanzamt ausgestellt werden kann, ist es erforderlich, dass auf dem Überweisungsträger die vollständige Adresse angegeben wird.

Autor:

Bernd-M. Wehner aus Monheim am Rhein

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