Kommentar: Trauer schlägt in Wut um

Die Loveparade hat großes Leid über Menschen in aller Welt gebracht. 21 Leben sind ausgelöscht worden. Viele derer, die überlebten, werden noch lange an körperlichen und seelischen Verletzungen leiden und das Geschehene, die schrecklichen Bilder, nie vergessen können. Dass die Federführenden der Veranstaltung sich nun ausschließlich in gegenseitigen Schuldzuweisungen ergehen, mutet mehr als unwürdig und grausam an. Da scheint es nicht um die vielzitierte „rückhaltlose Aufklärung der Umstände, die zur Katastrophe führten“ zu gehen, sondern allein darum, den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, die eigene Karriere zu retten. Verständlich daher, dass die Trauer der Bürger mittlerweile in Wut gegen Stadt und Veranstalter umschlägt. Dass sich aber der Ton bis ins Unerträgliche verschärft und immer mehr „Rübe ab“-Parolen laut werden, ist ebenfalls unangemessen. So muss Oberbürgermeister Sauerland derzeit nicht nur damit leben, möglicherweise den Tod 21 junger Menschen mitverschuldet zu haben, sondern auch mit Morddrohungen gegen sich und seine Familie. Der Tod der Opfer ist nicht wiedergutzumachen. Schon gar nicht dadurch, dass weitere Menschenleben gefährdet werden. Allerdings ist es schon über die Zeit, dass alle Verantwortlichen die nötigen Konsequenzen ziehen. Ohne große Worte.

Autor:

Claudia Brück aus Düsseldorf

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