Startschuss ist gefallen
Arbeiten für neue Job-Agentur laufen bis 2020

Der erste Spatenstich ist getan.

 Wir haben angefangen" - dieses Signal gaben der Ennepe-Ruhr-Kreis und das Unternehmen Hundhausen bei einem Ortstermin in Schwelm.

schwelm. "An der Rheinischen Straße entsteht ein neues Dienstgebäude für die Kreisverwaltung. Wo aktuell nur Matsch, Kies und erste Baulöcher zu sehen sind, sollen Ende 2020 auf drei Etagen und 7.000 Quadratmetern 175 Beschäftige des Jobcenters EN aus dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis und 30 des Ausländeramtes eingezogen sein.
"Barrierefrei und modern, bürger- und arbeitnehmerfreundlich, zentral gelegen und per Bus und Bahn erreichbar", nannte Landrat Olaf Schade in Anwesenheit von Vertretern aus Verwaltung und Politik einige der Pluspunkte des Neubaus. Weitere: Wartezonen mit zeitgemäßen Empfangsbereichen sowie Besprechungs- und Schulungsräume, Parkplätze für PKW und Fahrräder sowie - unter anderem dank LED-Beleuchtung, Erdwärmeheizung und Solaranlage - energieeffizient.
Den Weg für den Neubau hatte der Kreistag endgültig im September 2017 freigemacht. In der Folge musste der ursprüngliche Zeitplan allerdings angepasst werden. Stand heute erfolgt der Einzug ein gutes Jahr später als zunächst angedacht. Gründe dafür sind unter anderem ein komplexer Genehmigungs- und Planungsprozess sowie die europaweite Ausschreibung, deren Frist verlängert werden musste.

Investition: 15,3 Millionen 

Laut Ergebnis der Ausschreibung wird das Unternehmen Hundhausen 15,3 Millionen Euro verbauen. Im Rohbau soll das dreigeschossige Gebäude mit Innenhöfen bis Ende August stehen. Es wird anthrazit verklinkert und mutet wie die charakteristischen Schwelmer Schieferhäuser an. Der Innenausbau folgt Schritt für Schritt ab September und bis Mitte 2020.
"Neben Bau und Inbetriebnahme erbringen wir auch noch alle erforderlichen Planungsleistungen sowie die Wartung der nächsten Jahre", betonte Stephan Hundhausen, Geschäftsführer des mittelständischen Familienbetriebes aus Siegen. Für den Innenausbau setzt er auf die so genannte LEAN Construction.
"Abweichend vom dem, was im Hochbau häufig noch üblich ist, werden wir Abschnitte bilden und die notwendigen Arbeiten sehr genau takten. Praktisch heißt das beispielsweise: Die Putzer erledigen ihre Arbeiten, stellen diese fertig und wechseln in den nächsten Abschnitt. Ihnen folgen die Trockenbauer. Sind diese fertig, übernehmen die Elektriker und so geht es Abschnitt für Abschnitt weiter", skizziert Hundhausen. Erfahrungsgemäß herrsche auf LEAN Baustellen größere Ordnung, Abläufe und der Abgleich mit dem Terminplan seien koordinierter und einfacher.

Ausländeramt zieht mit um

Das Gebäude wird der zentrale Standort für das Jobcenter EN im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis. Dort ziehen die Mitarbeiter ein, die ihren Arbeitsplatz bisher in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel sowie in der Koordinierungsstelle hatten.
Neben baulichen Argumenten sprachen auch organisatorische Überlegungen für die Zentralisierung. Dazu zählen verbesserte Vertretungsregeln, ein effizienterer Personaleinsatz sowie erweiterte Spezialisierungsmöglichkeiten für die Beschäftigten. Die betroffenen Leistungsberechtigten sollen von einem Plus bei den Servicemöglichkeiten profitieren. Aktuell werden in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel rund 9.500 Personen vom Jobcenter EN betreut.
Für den Einzug des Ausländeramtes in den Neubau sprachen die Raumnot im Schwelmer Kreishaus sowie ein Sicherheitskonzept, das dem des Jobcenters ähnelt. Die Arbeiten für das neue Gebäude haben begonnen: Unter einem Baukran griffen Architekt Helmut Feldmeier, Olaf Schade, Heiner Dürwald (Jobcenter EN), Jürgen Leinung (Kreisverwaltung) und Stephan Hundhausen zum Spaten. Foto: Ennepe-Ruhr-Kreis Die Arbeiten für das neue Gebäude haben begonnen: Unter einem Baukran griffen Architekt Helmut Feldmeier, Olaf Schade, Heiner Dürwald (Jobcenter EN), Jürgen Leinung (Kreisverwaltung) und Stephan Hundhausen zum Spaten. Foto: EN-Kreis

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Lokalkompass Schwelm aus Schwelm

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