Baskets bezwingen Hannover im zweiten Viertel

Man munkelt, Schwelms Coach Raphael Wilder habe seiner Truppe vor der gestrigen Partie gegen die UBC Tigers Hannover prophezeit: „Wenn wir den Gegner bei 70 Punkten halten, gewinnen wir das Spiel.“ Er sollte Recht behalten. Dank eines äußerst überzeugenden zweiten Viertels gingen die Schwelmer Baskets am Samstag, 23. Februar 2013, mit 76:71 als Sieger vom Parkett der Universitätssporthalle Hannover. Top-Scorer auf Seiten der Kreisstädter wurde Julius Coles (26 Punkte), Kapitän Fabian Gentgen netzte nach eineinhalb Jahren Verletzungspause seinen ersten Dreier und zwei Freiwürfe ein.

Im ersten Viertel konnte die Mannschaft in den gelb-blauen Trikots weder ihren Trainer noch die mitgereisten Schlachtenbummler wirklich überzeugen. „Wir sind eigentlich nicht schlecht in die Begegnung gestartet, hatten aber große Probleme beim Punkten“, resümiert Wilder. Der Viertelpausenstand spiegelt seinen Eindruck wider: Nach zehn gespielten Minuten lagen die Gastgeber mit 24:19 vorn. Den zweiten Abschnitt wird man in Hannover dafür sicherlich noch einige Wochen als glanzvolle Baskets-Revue in Erinnerung behalten. Gentgen und Co. ließen lediglich neun Punkte der Hausherren zu, während sie selbst gleich 24-fach einnetzten. „Das war die beste Leistung, die wir in den letzten Wochen abgeliefert haben. Wir sind endlich in den Lauf gekommen und haben das Spiel so schon vor der Pause entschieden“, zeigt sich der Coach zufrieden. Unterm Strich steht damit aus Baskets-Sicht ein 43:33 vor dem Seitenwechsel.

Die Zehn-Punkte-Führung war im Drittel Viertel jedoch schnell wieder futsch. Beim Stand von 49:48 (28. Minute) nahm Wilder eine Auszeit, die aber sofort Früchte trug. Innerhalb von zwei Minuten konnten die Kreisstädter die Partie wieder drehen. Jetzt glückten den Tigers lediglich zwei Freiwürfe, Julius Coles traf mit der Schlusssirene noch einen Dreier aus der eigenen Hälfte. Nach 30 Minuten hieß es deshalb 57:51. „Ich denke, Julius‘ glücklicher Treffer war am Ende der Knackpunkt für Hannover“, ist sich Wilder sicher. Bemerkenswert: Auch in dieser kritischen Phase spielte Schwelms Trainer nur mit einem Amerikaner und blieb seinem Vorsatz treu, den deutschen Spielern, die in den letzten Wochen nur selten ins Geschehen auf dem Parkett eingreifen durften, Spielzeit zu geben. Er erklärt: „Für die Play-Offs brauchen wir die gesamte Mannschaft. Deshalb sollen alle Jungs Spielpraxis sammeln. Es ist schön zu sehen, dass wir auch mit nur einem Amerikaner eine Mannschaft schlagen können, die sogar auf drei US-Spieler setzt.“

Im letzten Abschnitt zeigten die Baskets eine solide Leistung. Der Gegner hatte dank der guten Schwelmer Verteidigung zu keinem Zeitpunkt mehr die Chance, näher als fünf Punkte heranzukommen. Das Fazit des Trainers fällt dementsprechend milde aus: „Ich bin durchaus zufrieden mit meiner Mannschaft. Es tut gut, wieder zu gewinnen. Wir haben im zweiten Viertel ganz klar gezeigt, was wir können. Unsere Freiwurfquote lag bei 80 Prozent, auch was die Dreier angeht, haben wir uns im Vergleich zu den vorherigen Partien verbessert. Jetzt muss nur noch das Selbstvertrauen der Mannschaft wachsen.“

Sie zähmten die Tiger:
Coles (26/2), Kronhardt (13/2), Hamilton (9), Malinowski (7/1), Fiorentino (6), Gentgen (5/1), Wendt (4), Agyapong (2), Asbach (2), Schröter (2), Mengering (dnp).

Am kommenden Samstag (2. März 2013) empfangen die Schwelmer Baskets die aktuell viertplatzierten Oldenburger zum letzten Heimspiel der Hauptrunde. Sprungball in der Sporthalle West ist dann wie gewohnt um 19.30 Uhr.

Autor:

Marvin Eberle aus Schwelm

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