Vierte Auflage der Schwelmer Sonntagsmatinee

Anzeige
Den Gästen der Sonntagsmatinee wurde ein buntes Potpourri aus ernsten, beeindruckenden, historischen und modernen Elementen geboten. (Foto: mar)
 
Viele heimatkundliche und kulturelle Beiträge standen auf dem Programm. (Foto: mar)
Schwelm: Schloss Martfeld |

2016 erst hatte Dr. Klaus Koch die im Schloss Martfeld angesiedelte Sonntagsmatinee ins Leben gerufen. Jetzt fand die vierte Veranstaltung dieser Art in den historischen Räumlichkeiten statt.

Nach der Begrüßung durch die erste Bürgerin der Stadt informierten Cornelia Hackler und Andreas Tolksdorf über die Fortschritte des Projekts „Archiv 2020“, welches dank der Unterstützung einiger engagierter Schwelmer sichtlich gut voranschreitet. Nichtsdestotrotz müssen noch viele viele Stunden Arbeit investiert werden, um alle Dokumente, Bilder zu sichten, zu sortieren und zu archivieren.
Ganz im Zeichen der heimatkundlichen und kulturellen Beiträge hatte die Sommermatinee allerlei zu bieten. Angefangen von visuellen Dokumentationen über Recherchen aus den modernen Medien bis hin zu einer speziellen Sammelleidenschaft hielt die Veranstaltung ein buntes Potpourri aus ernsten, beeindruckenden, historischen und modernen Elementen bereit. Besonders großes Interesse erfuhr die Fotocollage von Ernst Rudolf Nicolay, der als „Achtjähriger auf den Trümmern der Christuskirche herumgeklettert ist und die Zerstörung mit seiner kleinen Kamera in Bildern festgehalten hat“, erzählt Organisator Dr. Klaus Koch. Klaus Schröter stellte im Internet gefundene, heimatkundliche Beiträge Schwelms vor.

Sammlungen aus vergangener Zeit

Beeindruckt zeigten sich die Gäste auch vom Brauereimuseum von Christian Fasel: Ein ganzes Zimmer hat der stadtbekannte Obernachtwächter mittlerweile seiner Leidenschaft, der Schwelmer Brauerei, gewidmet. Sorgfältig aufgestellt, geputzt und poliert sind wahre Raritäten – teilweise noch aus Zeiten des ersten Weltkrieges – dort zu finden. „Damals, so mit etwa 15 Jahren sang ich im Fanfahrenchor. Von jedem Auftritt habe ich ein schönes Glas mitgebracht und mir irgendwann die Frage gestellt, was unserer Brauerei eigentlich Schönes zu bieten hat“, erzählt Fasel. Nach und nach fing er an, sich für die heimische Braukultur zu interessieren, die Sammlung wuchs, heute kann der Schwelmer kaum sagen, wie viele Exponate seine Sammlung zählt. Neben der Vitrine zieren Schilder und Fotos mit den Emblemen der Brauerei eine ganze Wand, historische Sudbücher und viele weiteren Unterlagen sind in Schränken und Regalen zu finden.
Dr. Bärbel Jäger bereicherte die Veranstaltung mit einer Exkursion zur neugotische Park-Kapelle, Dr. Klaus Koch präsentierte ein kleines „Making-Of“ der Sichtschutzwand am ehemaligen Brauereigelände, die künftig durch unterschiedliche Lichtinstallationen u.a. vor Vandalismus geschützt werden soll.

Abschied von FSJlerin Lea

Zum Abschluss berichtete Lea Isabell Uhle über ihre Erfahrungen und Erlebnisse während des freiwilligen sozialen Jahres im Kulturberiech der Stadt Schwelm. Angefangen am ersten September 2016 neigt sich das Jahr nun langsam dem Ende hin, am 31. August wird die 19-Jährige ihren letzten Arbeitstag beschreiten, ehe im Oktober ein neuer Lebensabschnitt beginnt: Das Studium in Berlin. „Nach dem Abitur stand für mich fest, dass ich etwas im kulturellen Bereich machen wollte“, erinnert sich Lea, die durch Internetrecherchen auf die Kreisstadt aufmerksam wurde. Als siebte FSJlerin konnte sie jede Menge Erfahrungen – persönlich und fachlich – mitnehmen: „Ich skate für mein Leben gerne, noch vor einem Jahr konnte ich mir kaum vorstellen, einmal so in einem Beruf aufzugehen, mich so sehr damit identifizieren zu können“, zeigte sich die gebürtige Ennepetalerin selbst etwas überrascht, freute sich aber umso mehr über die großartige Unterstützung seitens der Verwaltung und ihrer Kollegin Evalena Greif, Kulturbeauftragte der Stadt. So organisierte Lea beispielsweise das Folklorefest, einen integrativen Malworkshop für Kinder und den Kunst- und Klangmarkt maßgeblich mit, das Open-Air-Kino aus Anlass des Besuchs der französischen Freunde aus Fourqueux war ihr eigenes kleines Projekt, das die junge Frau im Rahmen des sozialen Jahres vorweisen muss. „Alles das, was ich hier erleben durfte hat mich sicherlich geprägt und für meine berufliche Laufbahn habe ich schon einmal das eine oder andere Handwerkszeug mit bekommen, dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, sagt Lea Isabell Uhle zum Abschluss. Den Gästen der Sonntagsmatinee wurde ein buntes Potpourri aus ernsten, beeindruckenden, historischen und modernen Elementen geboten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.