Gleichstellungsbeauftragte lobt gute Zusammenarbeit mit der AG Frauen

Für das Jahr 2011 zieht die städtische Gleichstellungsbeauftragte, Birgit Wippermann, eine positive Bilanz. Trotz des immensen Spardrucks der inzwischen auf der Stadt lastet, hat sie in enger Kooperation mit dem örtlichen frauenpolitischen Netzwerk der Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen so manches auf die Beine gestellt.
So haben es sich die aktiven Frauen auf dem Frauenempfang des Bürgermeisters eigens zur Aufgabe gemacht, diesen Abend inhaltlich und organisatorisch zu gestalten. Mit der Gleichstellungsbeauftragten zusammen präsentierten sie die Ausstellung von "Rosa und anderen Tagen", die im Frühjahr zwei Monate die Rathausflure in einem anderen Licht erscheinen ließen.
Der Ausstellung zugrunde lag ein internationales Tagebuch. Fotos und Kurz-Biographien gewährten auf Flaggen einen spannenden Einblick in das Leben der Frauen und berichteten über Alltag und Festtag.
Ebenso brachte sich Gleichstellungsstelle zusammen mit der AG Frauen in die frauenpolitische Diskussion um die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern ein, am sogenannten "equal pay day".
Schwerterinnen informierten in der Fußgängerzone die Öffentlichkeit über die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern. Frauen in Deutschland erhalten im Durchschnitt 23% weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen.
Frauen arbeiten häufiger in Bereichen, in denen der Verdienst niedriger ist. Frauen sind seltener in gut bezahlten Führungspositionen vertreten und verfügen über weniger Berufsjahre, was sich negativ auf Gehaltsentwicklungen auswirkt.
Auch der 100. Internationale Frauentag wurde gemeinsam mit einem großen Fest in der Rohrmeisterei gebührend begangen. Die Unternehmerinneninitiative "WIR" der VHS präsentierte sich von ihrer künstlerischen Seite.
Den thematischen Jahresschwerpunkt in der Zusammenarbeit mit der AG Frauen bildete eine Befragung zur unbezahlten Arbeit von Frauen mit dem Titel "ZEIT FÜR SCHWERTE - Befragung zum Ehrenamtlichen Engagement Schwerter Frauen". Hier wird gesellschaftlich unverzichtbar wichtige Arbeit geleistet und sogenanntes Sozialkapital erwirtschaftet. Das Ziel der Befragung - von 1000 ausgeteilten Bögen kamen 252 Bögen zurück - ist eine Debatte über den Wert und die Ökonomie dieser Arbeit.
Die Ergebnisse werden auf dem Frauenempfang des Bürgermeisters der Stadt Schwerte am 19. April vorgestellt.
Traditionell wurde dann im November am bundesweiten Aktionstag vor dem Rathaus die Flagge mit dem Schriftzug "Frei Leben ohne Gewalt" gehisst.
Somit wurde ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen gesetzt und ihre Diskriminierung.
In Kooperation mit der Polizei fand eine Informationsveranstaltung zum Thema "Stalking" statt. Die Kriminalkommissarin, Bettina Dressselhaus, informierte über die Hintergründe des grenzenlosen Belästigens und über hilfreiche Maßnahmen. Seit 2007 ist der § 238 "Nachstellung" im Strafgesetzbuch in Kraft und Stalking ist ein eigener Straftatbestand.
Verwaltungsintern organisierte Birgit Wippermann Seminare, insbesondere für Frauen, Angebote für den Gesundheitstag und sie arbeitete in verschiedenen Gremien mit. Auch die politische Partizipation von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte ist ihr wichtig. Im Mai startete in Kooperation mit dem Multikulturellen Forum ein interkultureller Frauenkurs mit dem Titel "Auch ich hab' was zu sagen".
Sie konzipierte und organisierte fünf weitere Abende der erfolgreichen Veranstaltungsreihe "Weibsbilder - Gusto und Genuss gestern und heute" in Kooperation mit der Bürgerstiftung der Rohrmeisterei.
Durch die Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle - Frau und Beruf der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH - konnten Schwerterinnen im Büro der Gleichstellungsstelle zu Fragen des beruflichen Wiedereinstiegs beraten werden.
Aktuell laufen die Planungen zum "Internationalen Frauenfest" am 8. März auf Hochtouren.
Das Fazit von Birgit Wippermann lautet "Gleichstellungsarbeit ist ein vielschichtiger Arbeitsbereich, der in unmittelbarem Zusammenhang mit der Unterstützung durch Verwaltung und Politik steht".

Autor:

Gudrun Körber aus Schwerte

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