Das ist gelebte Ökumene in unserem Stadtteil Unna-Massen
Der „Gang mit dem Kreuz" verbindet Massener Christen

Foto © Jürgen Thoms - Aus der Serie:  Der „Gang mit dem Kreuz"  verbindet Massener Christen - 97 Telnehmer waren auf dem Weg dabei
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  • Foto © Jürgen Thoms - Aus der Serie: Der „Gang mit dem Kreuz" verbindet Massener Christen - 97 Telnehmer waren auf dem Weg dabei
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Samstag, 07. März 2020 - Ab 15:00 Uhr vom  Parkplatz der Kirche Buderusstr. 14 - 16  in 59427 Unna-Massen

Rund 100 Teilnehmer machten sich auf den Weg

Im Jahr 2018 starteten evangelische und katholische Christen diese Akton durch Niedermassen, 2019 kamen koptische Christen hinzu und jetzt wurde diese dritte Aktion in Massen Nord durch neuapostolische Christen bereichert.

Der Ökumenische Kreis hatte mit der Auswahl der zu besuchenden Treffpunkte wieder eine gute Wahl getroffen. Zu jedem dieser Orte unseres Stadtteils, die auch Stationen unseres Lebens sind, gab es Informationen. Es wurde innegehalten, für die Menschen, die sonst dort zusammenkommen, gesungen und gebetet.

Nach einer kurzen Begrüßung, einem Gebet und dem gemeinsamen Lied:
„Möge die Straße uns zusammenführen“
gab es an der ersten Station, der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule von Heinz Witte Informationen. Das zuletzt als Gerhart-Hauptmann-Schule bekannte Gebäude war tatsächlich mehr als nur eine Schule. Vielen Vereinen, dienten die Räume als Versammlungs- und Veranstaltungsort und machten viel möglich, was ohne geeigneten Treffpunkt durch den Abbruch im Jahr 2015 nun nicht mehr ist. Es war auch die Schule, berichtet Heinz Witte, für Flüchtlings- und Aussiedlerkinder, die bis 2009 in die Landesstelle Massen kamen.

Über die auf der anderen Seite der Buderusstraße liegende Jüdischen Gemeinde „ha Kochaw" für den Kreis Unna e.V und der aus der ehemaligen Bodelschwingh-Kirche 2019 eingeweihten neuen Synagoge informierte Pfarrer Jürgen Eckelsbach.

Heinz Witte, als Nord-Massener Bürger, war in seinem „Element“ als er über die 1917 erbaute Buderus Siedlung berichtete. Hier befinden sich die Wohnhäuser der ehemaligen Zeche Massen und von den Anwohnern wird dieser Teil Massens auch liebevoll „Korsika“ genannt. Die Siedlung lag damals mitten im Feld und war von Westen und Osten von Wasser umgeben, so enstand der Name Korsika. Mit ein wenig Stolz blickte Heinz Witte, bevor es weiterging noch einmal auf das große Schild und fügte hinzu: Der kleine junge auf dem Bild bin ich!

Weiter führte der Weg an gepflegten Häusern vorbei zur Erst-Aufnahme-Einrichtung mit Spielstube und Erfassungsstelle für Flüchtlinge. Volker Risse organisiert hier Spielzeiten und Angebote für Flüchtlinskinder und koordiniert die Einsätze von Ehrenamtlichen. Von ihm gab es viele Detailinformationen zur ausführlichen Geschichte von der Landesstelle bis zur heutigen Erst-Aufnahme-Einrichtung.

Zum weiteren Treffpunkt gehörte der moderne Hochschulcampus am Heinrich-Werner-Platz 1. Zum anspruchsvollen wie praxisorientierten Studienangebot gehören die Bereiche Management, Gesundheit und Sport. Weitere Information dazu gab es von Peter Hiddemann und Dr. Stefanie Pfaff. Sie wählte zum Abschluss ihrer Ausführungen Bertolt Brechts Gedicht „Lob des Lernens" und mit einem Gebet in dem es zum Abschluss heißt: „Guter Gott, wir bitten Dich, hilf uns unser Wissen zum Wohl unserer Mitmenschen und der Welt einzusetzen, denn Wissen um des Wissenswillen ist nicht genug!"

Zur letzten Station gehörte die Koptisch-Orthodoxe Gemeinde die ihre Gottesdienste jetzt in der wunderschönen neu gestalteten ehemaligen St.-Hedwig-Kirche des Pastoralverbunds feiert. Hier begrüßte der zuständige Priester Vater Tawadros die Teilnehmer und erklärte die baulichen Veränderungen und kunstvollen Wand- sowie Decken-Bemalungen.
Zum Abschluss des Tages stellte die Koptisch-Orthodoxe Gemeinde mit einer Beköstigung im Gemeindesaal unter Beweis, dass sie auch ausgezeichnete Gastgeber sind und bekamen dafür ein besonderes Dankeschön.

Fotos © Jürgen Thoms - Aus der Serie: Der „Gang mit dem Kreuz" verbindet Massener Christen

Autor:

Jürgen Thoms aus Unna

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