Ein festlicher Pfingstgottesdienst
Silberordination von Pfarrer Detlef Main

Foto © Jürgen Thoms - Aus der Serie: Ein festlicher  Pfingstgottesdienst -  Pfarrer Detlef Main wird von Superintendent Hans Martin Böcker zur Silberordination in die Friedenskirche geführt
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Evangelische Kirchengemeinde Kleistrasse 8, 59427 Unna-Massen Pfingstsonntag, 09. Juni 2019 I 10:00 Uhr

Die Ordination ist der Höhepunkt im Leben eines Theologen

Die Kirchengemeinde hatte zu diesem besonderen Gottesdienst eingeladen und viele Besucher waren in die vollbesetzte Friedenskirche gekommen. Mit Flötenmusik von der Empore begleitet, führte der Superintendent des Kirchenkreises Unna, Hans-Martin Böcker unseren Pfarrer Detlef Main, gefolgt von Mitgliedern des Prebyteriums, zu diesem festlichen Gottesdienst mit Abendmahl.
Mit dem gemeinsamen Lied: „Komm, Heilger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft“ und dem „Agnus Dei“ vom Chor „Come on and sing“ unter Leitung von Katharina Hüsch begann der festliche Gottesdienst am Pfingstsonntag. Mit einem Solovortrag: „Frei sein“ beeindruckten Charlotte Main (Gesang) und Katharina Hüsch (Klavier) die Kirchengemeinde.

Aus der Ansprache von

Superintendent Hans-Martin Böcker

Liebe Gemeinde, verehrte Anwesende, lieber Detlef.
Heute werden bei Dir und bei Menschen, die Dich begleitet haben in Deinem Leben, Erinnerungen wach. Erinnerungen an jenen 23. Mai 1994, Erinnerungen, als Du in Eickel im Kirchenkreis Herne von dem damaligen Superintendent Röber ordiniert wurdest.
Ich sage immer: die Ordination ist der Höhepunkt im Leben einer/s Theologin/n und ist unwiederholbar wie die Taufe.
Du wurdest berufen zum Dienst an Wort und Sakrament. Und es kam etwas zum Abschluss, was zunächst so gar nicht ausgemacht war.In der Rückschau möchte man sagen: der liebe Gott tut nichts, als Fügen. Bei Dir war es allerdings s o offensichtlich, dass Du gar nicht umhin kamst, nach Deinem Abitur an der Gesamtschule n i c h t in die Banklehre oder Krankenpflege zu gehen, sondern stattdessen Theologie zu studieren und Pfarrer zu werden.
Das war nicht ohne. Denn diese Hürde zu überwinden mit dem Studium, den Sprachen und den Examina , das muss man schon wollen.Du hast es gewollt und geschafft. Wohl auch deshalb, weil ein anderer es a u c h wollte. Dir lag allerdings nie an Titeln oder Ämtern. Sondern du warst erfüllt von einem Geist, der Dich diesen Weg bis heute gehen ließ.

Heute ist Pfingsten

Welch ein Datum! Wir können uns heute a l l e gratulieren. Dir zu Deinem Jubiläum, uns allen zum Geburtstag der Kirche, denn Kirche, das sind ja W i r.
Der Geist, er war wohl offensichtlich auch wirksam, als Dir an verschiedenen Schnittstellen des Lebens Menschen begegneten, die Dich bestärkten in dem, was Du eigentlich schon immer fühltest.
Du warst getrieben, die frohe Botschaft weiterzugeben. Der Kirchentag in HH 1982, Dein Lateinabitur, das wie durch ein Wunder klappte, die Campingseelsorge und andere Erlebnisse ließen Dich sicher sein, dass die Weichen für Dein Leben gestellt sind und Du berufen bist. Studien in Bethel und Heidelberg waren sicherlich ein hoher Anspruch. Aber Du wusstest Deinen Weg.
Es folgten das Vikariat in der Ev. Johanneskiirchengemeinde Witten bei Pfr. Kochs, Familiengründung, und schließlich der Hilfsdienst, wie man das damals nannte.
Und auch der weitere Weg war geprägt von Gegebenheiten, die nicht zufällig waren.
Du nahmst Kontakt nach Unna-Massen auf. Auch das für mich kein Zufall.
Du trafst auf eine Gemeinde, ein Presbyterium und einen Kollegen, mit denen Du seit vielen Jahren segensreich zusammenarbeitest. Ich hab das aus der Nachbargemeinde in Kamen immer mit liebevollen Augen begleitet. Und ich war Euch immer innerlich nahe.
Was liegt näher, als Dir Deinen Konfirmationsspruch heute nochmal zuzueignen. Ein Text, der auch mir und einigen meiner Familienmitglieder besonders nahe ist.
Matthäi am Letzten, nennen wir ihn. Mt. 28 Vers 20. Dort heißt es: „Christus spricht: Siehe, ich bin bei Euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“
Welch eine Zusage!
Du hast diese Nähe in Deinem Leben gespürt. Zu Beginn haben sie Dir Menschen nahegebracht. Aber, so sage ich immer, das können auch die verlängerten Arme Gottes gewesen sein.
Deine Berufung bedeutete eine Weichenstellung. Und nun kannst Du auf viele Jahre segensreichen Wirkens hier in Massen, zusammen mit einem wunderbaren Presbyterium und Kollegen, zurückblicken. Vieles ist entstanden in dieser Zeit. Wer Genaueres wissen will, lese den Visitationsbericht.
Was Dir immer eigen war in diesen 23 Jahren: Du hast Dinge wachsen lassen. Und siehe da, es entstand etwas, mit dem man gar nicht gerechnet hatte. Ich denke nur an den Lebenslotsen u.v.a.m.
Zudem ist Dir Musik und Gospel besonders wichtig. Auch eine Form der Verkündigung. Und das verbindet Dich auch mit Deinem Kollegen: die Musik. Ja, es gibt viele Zeichen der Nähe, die Du erlebt und weitergegeben hast.
Ich wünsche Dir auch für die Zukunft, dass Du diese Nähe immer wieder spürst, wie damals, als Du den Lateintext im Deutschen für Deine Sprachprüfung auf der Fahrt zur Schule aufgeschlagen hast. Es gab tausende andere Möglichkeiten.
Und Dir und uns allen wünsche ich, dass uns dieses wunderbare Wort begleitet im Leben.
„Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ In diesem Sinne
A m e n.

Nach dem Gottesdienst
gab es einen Empfang im Melanchthon-Gemeindehaus. Eine gute Gelegenheit die vielen Glückwünsche an Pfarrer Main persönlich zu überbringen. Eine Diapräsentation, gemeinsames Essen und anregende Gespräche rundeten einen schönen Pingststonntag ab.

Links

Die Predigt von Pfarrer Main aus diesem Gottesdienst finden Sie hier
» Predigten aus der Friedenskirche
zum nachhören!

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