Gleichstellung
Schneider: Frauenförderung statt Paritätsgesetz

Susanne Schneider MdL, gleichstellungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen
  • Susanne Schneider MdL, gleichstellungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen
  • Foto: FDP - Landtagsbüro Susanne Schneider
  • hochgeladen von Jürgen Thoms

Der Ausschuss für Gleichstellung und Frauen

hat am Donnerstag, 06. Mai 2021 die Einführung eines Paritätsgesetzes abgelehnt. Dazu erklärt Susanne Schneider MdL, gleichstellungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Die FDP-Landtagsfraktion möchte, dass sich mehr Frauen an politischen Prozessen beteiligen. Von der Arbeit im kommunalen Gremium bis hin zum Mandat in Parlamenten und Regierungsämtern. Dazu muss die politische Arbeit für Frauen attraktiver gemacht werden. Dazu gehört mehr Familienfreundlichkeit ebenso wie Mentoring-Programme. Mit der Idee eines Paritätsgesetzes zäumt man das Pferd jedoch von hinten auf und erreicht das Ziel nicht. Im Gegenteil: mehrere Versuche in anderen Bundesländern wurden von Gerichten kassiert. Damit ist Frauen nicht geholfen.

Zudem würde ein Paritätsgesetz für Landeslisten Frauen gar nicht die Hälfte der Mandate sichern. Denn die meisten Sitze im Landtag werden über Direktmandate vergeben. Wenn in den Wahlkreisen nur Männer aufgestellt und gewählt werden, wird keine Parität im Parlament erreicht. Ein Beispiel: In meinem heimischen Kreis Unna hat die SPD sowohl die drei Landtags- als auch die zwei Bundestagswahlkreise direkt geholt – alle aufgestellten und gewählten SPD-Wahlkreiskandidaten sind männlich. Ein Paritätsgesetz für Landeslisten wäre wirkungslos. Stattdessen sollten Frauen auf allen Ebenen gefördert und befähigt werden, politische Ämter zu übernehmen.

Ein Paritätsgesetz spricht Frauen ihre eigentlichen Qualifikationen ab. Frauen haben mehr zu bieten als ihr Geschlecht und sollten nicht auf dieses Merkmal reduziert werden. Sie wollen sich durchsetzen, weil sie gut sind und entsprechende Kompetenzen auf Sachgebieten haben. Wir Freie Demokraten setzen darauf, Frauen mit Mentoring-Programmen und Zielvorgabe innerparteilich zu stärken.“

Autor:

Jürgen Thoms aus Unna

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

15 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen