„Jetzt kommt die Kiste zurück “

Nach einer langen Reise kehrt das Gründungsprojekt des Vereins Kunsthaus Langenberg zurück an seinen Geburtsort, dorthin, wo vor 20 Jahren alles begann. Norbert Bauer, Künstler und Initiator der Grundsteinkiste, sieht sich durch den einstimmigen Beschluss des Hauptausschusses der Stadt Velbert am Ziel seiner Träume.
„Die Grundsteinkiste ist damit wieder da, wo sie hingehört. In Langenberg. Auf diesen Moment haben wir lange gewartet“, so der kreative Vater dieses Projekts, das anlässlich der Gründung des Kunsthauses Langenberg im Jahr 1993 ins Leben gerufen wurde.
Im November wurde Bürgermeister Stefan Freitag bei einem Besuch des Alldie-Kunsthauses auf das Kunstwerk aufmerksam und war sofort Feuer und Flamme. „Die Grundsteinkiste gehört nach Langenberg“, so der Bürgermeister begeistert. „Die Altstadt braucht ein Alleinstellungsmerkmal.“
Insgesamt 395 Künstler erschufen damals ein Tryptichon aus Kalksandsteinen in einer Holzkiste. Norbert Bauer höchstpersönlich machte sich mit den Holzkisten unter dem Arm auf den Weg durch Deutschland und ins europäische Ausland und war schon damals hoch erfreut über die positive Resonanz gerade bei namhaften Künstlern wie Günther Uecker, Emil Schumacher, Alfonso Hüppi, Markus Lüpperz oder Norbert Tadeusz.

Ein gestörtes Verhältnis zum Briefträger

„Damals hatte ich ein gestörtes Verhältnis zu meinem Briefträger, schließlich kamen nach und nach sechseinhalb Tonnen Kunst postalisch an mich zurück“, erinnert sich Bauer schmunzelnd an diese Zeit. „Mich freut am meisten, dass das Kunstwerk nun in seinem Gesamtzusammenhang erhalten bleibt und als Stiftungsvermögen in eine sich zurzeit in Gründung befindliche Bürgerhausstiftung fließt.“
Relativ zeitnah sei schon damals der Erhalt der Sammlung als repräsentatives Dokument zeitgenössischen Kunstschaffens beschlossen worden. Um dennoch einen Benefit für das geplante Kunsthaus zu erzielen, wurde das „Grundsteinkisten-Multiple“ erschaffen. Eine Kiste, in der alle 395 Exponate in Originalgröße abgebildet sind. In den letzten Jahren war die Installation auf insgesamt 16 internationalen Ausstellungen zu bewundern, darunter die Art Cologne, das Rheinische Landesmuseum Bonn und das Goethe-Institut Rotterdam. Bis zur Entscheidung über den dauerhaften Verbleib des Kunstwerks war es im Kunstwerk in Essen-Kettwig untergebracht.
Jetzt finden die 395 Holzkisten einen bleibenden Platz im Laubengang des Bürgerhauses Langenberg. Voraussichtlich wird der Laubengang oberhalb der Bürgerhaus-Promenade verglast und das Kunstwerk lichttechnisch perfekt in Szene gesetzt. Konkrete Gespräche zur Umsetzung der Baumaßnahme werden zurzeit bereits geführt, so dass der Künstler noch in diesem Jahr mit der Umsetzung rechnet. Finanziert wird das Ganze aus Fördermitteln. Bauer: „Der Laubengang ist ein wunderschöner Platz in Langenberg, um Kunst einen Raum zu geben.“

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