Pottporus stellt Perspektiven für das Hallenbad vor
Zentrum für urbane Kunst

Ein Zentrum für Urban Art, also für urbane Kunst, möchte der Verein Pottporus e.V. im alten Hallenbad in Eickel schaffen. Von HipHop und BreakDance über Graffiti bis hin zu Beatboxing, DJing, Poetry Slam und modernem Zirkus soll das Spektrum reichen. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Verein Fördergelder einwirbt und ein langfristiges Konzept für den Betrieb des Zentrums vorlegt.

Pottporus und das Planungsbüro modulorbeat stellten eine Machbarkeitsstudie vor, wie das Gebäude umgebaut und zukünftig für Proben und Auftritte genutzt werden kann. Zwei Varianten präsentierte modulorbeat, bei denen das Schwimmbecken herausgerissen und durch eine Bühne und Zuschauerränge ersetzt werden soll. Auch Proberäume, die vermietet werden können, und ein Café sind geplant. Rund 9,1 Millionen Euro soll der erste Entwurf kosten, zu dem eine zweite, kleine Bühne gehört. Der zweite Entwurf würde mit 10,1 Millionen Euro zu Buche schlagen, dafür kann aber ein Teil der Bühne in zusätzliche Zuschauerränge verwandelt werden.


"Produktionszentrum für urbane Kunst"


„Wir hören heute von einer Vision, Visionen machen das Leben interessant“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. „Wir sind interessiert an diesem attraktiven Alleinstellungsmerkmal, das ein Produktionszentrum für urbane Kunst bedeutet.“ Ziel der Stadt ist, den
Stadtteil mit attraktiven Angeboten aufzuwerten. Keinesfalls soll das Gebäude leer stehen und verfallen.


Noch fehlen Geld und Träger


Da die Stadt das alte Hallenbad vor einigen Jahren schließen musste, geht es nun darum was mit dem Gebäude passiert. Der Bau aus den 50er-Jahren erfüllt nicht mehr die heutigen Ansprüche an ein Schwimmbad, weswegen er entweder anders genutzt oder abgerissen werden muss. Die Stadt selbst kann das Gebäude nicht halten, denn sie ist verpflichtet, nichtgenutzte Gebäude zu verkaufen.

Wenn Pottporus nun ein Produktionszentrum für urbane Kunst schaffen will, muss der Verein einen Träger finden, der das Gebäude kauft und umbauen lässt. Dieser Träger muss Fördergelder für Umbau und Betrieb einwerben und ein Konzept vorlegen. „Wir als Stadt haben ein Interesse an einem Zentrum für Kultur, wir unterstützen und begleiten das positiv, können aber kein Geld zur Verfügung stellen“, so Kämmerer Dr. Hans-Werner Klee.

Von einem Zentrum für urbane Kultur verspricht sich die Stadt Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinaus und einen Schub für die Entwicklung Wanne-Eickels. Wichtig ist, dass ein Kulturzentrum auch langfristig finanziert werden kann, um keinen Leerstand zu haben. Auch Bezirksbürgermeister Martin Kortmann wünschte sich, dass das Gebäude langfristig erhalten werden kann: „Das Hallenbad hat große Bedeutung für die Bevölkerung, deswegen halte ich eine neue Nutzung für deutlich besser als den Abriss.“

Autor:

Katharina Wieczorek aus Essen-West

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