Eröffnung der Ausstellung "100 Jahre Frauenwahlrecht"
Drei Xantener Schulen und viele Gruppierungen, besonders die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg, trugen zur Einzigartigkeit der Ausstellung bei

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Mehr als 50 Gäste, unter denen Bürgermeister Thomas Görtz einer der wenigen Vertreter des menschlichen Geschlechts bildete, waren am späten Sonntagnachmittag in den Rathaussaal gekommen, wo Valérie Petit und Beate Kempkens die Gäste im Namen einer siebenköpfigen Frauengruppe herzlich begrüßten und in die Veranstaltungsreihe einführten. Kempkens erklärte: „Vor einigen Monaten sind meine Projektpartnerinnen und ich darauf aufmerksam geworden, dass das Frauenwahlrecht am 12. November 1918 eingeführt worden ist." Mit dieser Aktion wolle das Team die Entwicklung der Gleichberechtigung, die immer noch nicht gänzlich abgeschlossen sei, hinweisen, erklärten sie im Weiteren.  

Zu den sieben Frauen, die sich in einem mehrwöchigen Projekt mit der Einführung des Frauenwahlrechts beschäftigt hatten, gehörten die Lehrerinnen Angela Weniger und Beate Becker, die Architektin Beate Kempkens, die Restauratorin Petra Becker, die Heilpraktikerin Sabine Gralla die Fremdsprachenlehrerin Valérie Petit und die Pensionärin Ilse Hennes.

Ermöglicht wurde die Veranstaltungsreihe „100 Jahre Frauenwahlrecht“, zu der auch die Ausstellung im Rathaus zählte, dadurch, dass die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Xanten die Schirmherrschaft für sie übernommen hatte.

Mit einem Büchertisch zum Thema "Frauenrechte" war die Xantener Bücherei vertreten, der Xantener Weltladen bot eine Dokumentationsreihe zum Thema "Frauen" an.

 Die  Marienschule präsentierte Collagetafeln zu bekannten Frauen. Vier Schülerinnen des Stiftsgymnasiums bereicherten den Nachmittag mit Zitatkärtchen von Frauenrechtlerinnen. Die Schülerinnen der 4. Klasse der Hagelkreuzschule Lüttingen hatten Oma-Interviews geführt, die in gebundener Form vorlagen.

Besonders bewegend war die Dokumentation in Wort und Bild, die den "Damen, die viel in Xanten bewegt haben", gewidmet waren.

Die gesamte Leserschaft wird sich voller Wehmut, aber auch mit Hochachtung an die viel zu früh verstorbenen Frauen Elfi Kluth und Helene Meyer erinnern.

Besonders interessante Ausstellungsstücke bildeten die Schaufensterpuppen, auf denen Jugendliche, die am Samstagnachmittag mit den Sozialpädagoginnen Nina Weinberger und Leonie Seegers in der Jugendwerkstatt Vorurteile und Klischees zu Rollen von Männern und Frauen gesammelt hatten, befestigt waren.

Was wäre eine Ausstellungseröffnung ohne vorzügliche Beköstigung? Für diese sorgten die diesjährigen „Kenia-Fahrer“ vom Städt. Stiftsgymnasium und Mitarbeiter des Weltladen Xanten

Zentrale Punkte der Eröffnung bildete auch ein Vortrag zur Geschichte der Frauenbewegung, zu dem Peter Ellenbruch, Filmwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen, einen sehenswerten Film mitgebracht hatte. Auch der Stummfilm „Lea und das Wollknäuel“ trug in starkem Maße zur themagerechten Unterhaltung der Gäste bei. Währenddessen Niklas Scholten als einer der drei Leiter der DPSG Xanten bereits zu Beginn der Veranstaltung die Position der Pfadfinder zum Thema „Frauenrechte“ darlegte, sorgten die drei Musikerinnen Katrin Egging, Lisa Rößeler und Jeongmin Lee während der gesamten Veranstaltung für den musikalischen Rahmen. Als „Trio Clara“ spielten die jungen Damen den 1. Satz und den 2. Satz des „Trio Opus 17“, komponiert von Clara Schumann, hingebungsvoll auf Klarinette, Violoncello und Klavier.

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