Aktive Bürger gesucht!

Axel Bleck ist Vorsitzender des Bürgervereins "Habinghorst! e.V."
  • Axel Bleck ist Vorsitzender des Bürgervereins "Habinghorst! e.V."
  • hochgeladen von Nina Möhlmeier

"Bürgerschaftliches Engagement wird immer wichtiger", sagt Axel Bleck (58), Habinghorster Urgestein und Vorsitzender des Bürgervereins "Habinghorst! e.V." Nur so könnten die im Ortsteil geschaffenen Strukturen aufrechterhalten und weiter ausgebaut werden. Bisher hilft das Programm "Soziale Stadt Habinghorst" dabei. Doch es läuft Ende des Jahres aus. Quo vadis, Habinghorst?

"Für uns war es sehr wichtig, dass wir die 'Soziale Stadt' hatten. So konnten wir mit Begleitung herangeführt werden", weiß Axel Bleck. Vor zwei Jahren wurde der Bürgerverein "Habinghorst! e.V." gegründet. Er hat sich unter anderem auf die Fahne geschrieben, eine Plattform zu bieten, den Stadtteil weiter zu beleben, neue Netzwerke zu schaffen, das Wir-Gefühl zu stärken und die Habinghorster mit ins Boot zu holen.

Bindeglied zwischen Bürger und Verwaltung

Gerade die Schaffung neuer Netzwerke sei erfolgreich gewesen − auch mit Blick auf die anderen Bürgervereine im Stadtgebiet. Im März soll es ein gemeinsames Treffen geben. Ziel sei es, Erfahrungen auszutauschen und Kräfte zu bündeln.
Der Bürgerverein sieht sich als Bindeglied zwischen Bürgern und Verwaltung. "Als es beispielsweise Probleme an und in einem Haus auf der Lange Straße gab, sind Anwohner an uns herangetreten", gibt Bleck ein Beispiel. In der Regel geschehe dies jedoch nicht auf dafür vorgesehenen "Klöntagen" oder offenen Vorstandssitzungen, sondern vielmehr "auf der Straße". Axel Bleck würde sich freuen, wenn Bürger angebotene Termine reger nutzen würden, um Wünsche, Ideen und Verbesserungsvorschläge vorzutragen. "Ich merke immer wieder, dass das Interesse daran, was im Ortsteil geschieht, vorhanden ist. Doch viele wagen sich nicht 'hinter dem Zaun' hervor. Das ist noch verbesserungswürdig."
Wenn mit dem Ende der "Sozialen Stadt" auch das Stadtteilbüro seine Türen schließe, werde der Bürgerverein einige neue Aufgaben übernehmen. "Es gibt die Überlegung, Sprechstunden anzubieten. Die Frage ist jedoch: Werden sie auch angenommen?"

Es sei immens wichtig, auch über das Ende der "Sozialen Stadt" hinaus den Kontakt zur Verwaltung zu halten, um weiterhin das Bindeglied zwischen ihr und dem Bürger sein zu können. Zudem sollen in Zukunft weiterhin verschiedene Veranstaltungen geplant werden, "um die Bürger auf die Straße zu bekommen". Die Aktivität im Stadtteil solle nicht nur aufrechterhalten, sondern noch weiter ausgebaut werden. Auch die "Stärkung der Geschäftswelt" sei ein wesentlicher Faktor, denn "wo mehr Geschäfte sind, da kann man auch mehr Menschen erreichen."

Habinghorst, so betont Axel Bleck, dürfe nicht nur auf die Lange Straße beschränkt werden. "Auch an anderen Stellen sind Bürger aktiv. Ziel sollte es sein, alles unter einem Deckel zu bündeln."

Um die vielfältigen Herausforderungen stemmen zu können, wünscht sich der Bürgerverein Zuwachs und damit "mehr aktive Mitglieder, die Spaß daran haben, etwas für und mit ihrem Stadtteil zu tun."

Am 16. März findet die Jahreshauptversammlung von "Habinghorst! e.V." statt. Dann stehen auch Wahlen auf dem Programm. "Ich würde mich wieder zur Wahl stellen", sagt Axel Bleck.

Autor:

Nina Möhlmeier aus Castrop-Rauxel

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