Emscher: 44-Jähriger stirbt nach dramatischer Rettungsaktion

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Insgesamt waren elf Feuerwehrleute im Einsatz. Fotos (2): Feuerwehr

Zu einer dramatischen Rettungsaktion kam es in der Nacht zu Sonntag (18. Januar) in Ickern. Ein Mann, der unterkühlt und leblos in der Emscher trieb, musste aus dem Wasser gezogen werden. Am Sonntagvormittag verstarb er in einem Recklinghäuser Krankenhaus.

Passanten hörten gegen 3.48 Uhr ein Stöhnen und leise Hilferufe unter der Brücke im Bereich der Emscherstraße. Sie alarmierten die Polizei. Einsatzkräfte suchten den Bereich mit Handlampen ab, informierten die Feuerwehr und forderten einen Polizeihubschrauber an, der mit Hilfe einer Wärmebildkamera und eines Suchscheinwerfers den Emscherbereich absuchte. "Der starke und große Suchscheinwerfer war sehr hilfreich", weiß Feuerwehrsprecher Michael Brudek.

Nach kurzer Zeit sei es den Einsatzkräften gelungen, den Mann in Höhe der Waldenburger Straße zu orten. Sie mussten angeseilt werden, um nicht im eiskalten Wasser abzutreiben.
Die Fließgeschwindigkeit der Emscher werde unterschätzt, weiß Brudek. "In zehn Minuten kann ein Körper rund 500 Meter abgetrieben werden."
Da die Betonwände glitschig seien, wäre eine eigenständige Rettung nach einem Sturz ins Wasser sehr schwierig.

Nach der Rettung habe man noch vor Ort Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Dann wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht, wo er jedoch am Sonntagvormittag verstarb.

Der Mann habe Ausweispapiere bei sich gehabt. "Er ist 44 Jahre alt und kommt aus Dortmund", sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst.

Wo und warum der Mann in die Emscher fiel, ist unklar. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
"Im Extremfall könnte es auf Dortmunder Stadtgebiet passiert sein", meint Michael Brudek.
Auch am Dienstag (20. Januar) gab es diesbezüglich keine neuen Hinweise. „Die Untersuchungen sind noch nicht ganz abgeschlossen“, sagt Ramona Hörst. Bisher gebe es „keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden.“ Bleiben die Möglichkeiten Unfall oder Suizid. „Ob die Frage jemals geklärt wird, wissen wir nicht“, so Hörst.
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