Viva Castropia!

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Anfang der Woche öffnete die KinderSpielStadt „Castropia“ im Parkbad Süd ihre Pforten. Noch bis Freitag (3. Juli) lenken hier die Kinder die Geschicke der Stadt.

Simon ist zwölf Jahre alt. Zur Zeit arbeitet er als Redakteur bei der Daily News. In den nächsten Tagen will er sich vielleicht auch noch als Taxifahrer versuchen. „Man schnuppert ins Erwachsenenleben rein. Das ist ganz gut“, lächelt er. Gemeinsam mit 150 anderen jungen Castrop-Rauxelern hat Simon eine Woche lang in der Casterix-KinderSpielStadt „Castropia“ im Parkbad Süd das Sagen.




„Castropia“ hat alles, was eine richtige Stadt auch hat: Bäckerei, Post, Bank, Müllabfuhr, Frisör, Taxizentrale, Arbeitsamt, Krankenhaus und, und, und. Eine Woche lang können die „Castropia“-Bewohner in rund 30 Einrichtungen und Betrieben arbeiten – und sie werden dafür entlohnt. Und zwar mit Cassos und Tropis.

In „Castropia“ sind es die Kinder, die das Geschehen bestimmen und die Stadt mit Leben füllen. Zum Beispiel im Krankenhaus. Hier betreuen unter anderem Marla (9) und Milka (9) die Castropianer. „Wir fragen, wie es ihnen geht, machen einen Gesundheitscheck und tragen das Ergebnis in Karteikarten ein“, erklären sie und halten fest: „Castropia ist ziemlich fit.“

Und die Stadt hat zufriedene Bürger: „Es ist toll hier“, lächeln Sarah (10) und Alina (11). Besonders gefällt ihnen, „dass man hier arbeiten kann. Wie im richtigen Leben.“

Eine „echte“ Stadt hat natürlich auch einen Bürgermeister. Nachdem 17 Kandidaten ordentlich Werbung in eigener Sache gemacht hatten („Mehr Lohn, weniger Steuern“, „Wenn ihr was braucht, bin ich für euch da“, „Einführung von Hartz 4“), konnten die Castropianer gestern (30. Juni) ihr Stadtoberhaupt wählen. Die meisten Stimmen (27) erhielt Sarah. Sie stellte den Bürgern weniger Steuern, eine Polizei und eine Verschönerung des Dorfes in Aussicht.
Das dürfte auch den Bürgermeister von Castrop-Rauxel interessieren. „Ich freue mich schon auf das Treffen mit meiner Amtskollegin. Dann kann die Partnerschaft zwischen Castropia und Castrop-Rauxel offiziell begründet werden“, hatte Johannes Beisenherz augenzwinkernd während der „Stadtgründung“ erklärt. Einen Tipp hatte er für seinen „Amtskollegin“ auch parat: „Immer gelassen bleiben.“

Das dürfte Sarah eigentlich sein. Schließlich ist „Castropia“ finanziell auf Rosen gebettet. Und wer würde nicht gerne Bürgermeister einer Stadt sein, die sogar eine eigene Hymne hat? Viva Castropia!
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