Nicht enden wollend: Bäderstreit? Oder doch Bäderkompromiss?

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Das Freibad Hiesfeld ist noch immer geschlossen, ein Betreten verboten. Wann - ob überhaupt - in den abgesperrten Becken wieder geschwommen werden kann, bleibt fraglich. (Foto: Ulrike Henkemeyer)

Was vor gut einer Woche noch ein glückliches Ende zu nehmen schien, bleibt zumindest vorerst eine nicht enden wollende Geschichte.

Dinslaken. Nachdem sich Vertreter des Bürgerbegehrens der Schwimmvereine und des Bürgerbegehrens des Freibades Hiesfeld auf einen Kompromiss einlassen wollten, der eine Sanierung des Freibades und eine Erweiterung des DINamare um ein Sport- und ein Lehrschwimmbecken vorsieht, ist von Einigkeit längst nicht mehr die Rede.
Ursprünglich schien schon grünes Licht gegeben worden zu sein, dass der Rat der Stadt Dinslaken den Kompromissvorschlag in seiner Sitzung am 4. Juli beschließen könnte. Dann wäre das Dinamare um ein 25-Meter-Sportbecken mit vier Bahnen und um ein zehn mal zehn Meter großes Lehrschwimmbecken und das Freibad Hiesfeld um ein 33 mal 20 Meter großes Becken erweitert worden.
"Mit größtem Erstaunen haben die Schwimmvereine die Ablehnung des Freibadverein-Vorstands zum Bäderkompromiss zur Kenntnis genommen", schreibt Norbert Bruckermann, Pressewart des Schwimm-Clubs Dinslaken. "Wir haben bis heute für eine sachgerechte Lösung, die möglichst alle Interessen berücksichtigt, gekämpft. Diese ist offensichtlich aber vom Freibadverein nicht gewünscht. Für die Vereine ist die Ablehnung des Kompromisses wegen der Beckengröße in Hiesfeld absolut nicht nachvollziehbar."
Reinhard Claves, einer der Initiatoren und Sprecher des Hiesfelder Bürgerbegehrens: "Wir als Antragsteller haben bei dem [gemeinsamen Gespräch mit Vertretern des Bürgerbegehrens der Schwimmvereine und Bürgermeister Michael Heidinger] darauf hingewiesen, dass wir im demokratischen Verfahren durch eine Mitgliederversammlung diesen Kompromissvorschlag zur Diskussion stellen." Über den Vorschlag soll bei der nächsten Versammlung am Mittwoch, 28. Juni, abgestimmt werden.
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