Extrem stinkende Buttersäure im Wald entsorgt: Spezialeinheit der Feuerwehr war im Einsatz

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Unbekannte entsorgten gedankenlos in einem Dorstener Waldstück eine Flasche mit einem ätzenden Gefahrstoff und sorgten so für einen größeren Feuerwehr Einsatz. Zwei Polizisten, die mit dem Stoff in Berührung kamen, mussten vorsichtshalber ihre Einsatzkleidung ablegen und ins Dorstener Krankenhaus zur ärztlichen Untersuchung.

Vorausgegangen war eine Entdeckung die zwei Spaziergänger am Mittwochnachmittag in einem Waldstück an der Feldstraße in Rhade machten. Sie bemerkten eine auffällige Plastiktüte, gut fünf Meter von der Straße entfernt. Beim Versuch diese Verpackung zu öffnen, strömte ihnen sofort ein ätzender Geruch entgegen und sie ließen davon ab. Zwei zu Hilfe gerufene Polizisten schauten sich diese verdächtige Tüte ebenfalls an.

Aufgrund des Geruchs konnten auch sie die Tasche nicht aus dem Wald bergen.
Daraufhin wurde die Feuerwehr verständigt. „Vor Ort stellten die Einsatzkräfte dann schnell fest, dass wir Unterstützung von Spezialkräften der Dorstener Feuerwehr brauchten“, berichtet Feuerwehr Pressesprecher Markus Terwellen. „Diese speziell ausgebildeten Einsatzkräfte des ABC Zuges (Spezialeinheit für Einsätze mit atomaren, biologischen und chemischen Stoffen) gingen dann mit Vollschutzanzügen und umluftunabhängigem Atemschutz vor, um die Tüte genauer zu untersuchen.“

Hierbei entdeckten sie eine ausgelaufene Glasflasche, die mehr als einen Liter Fassungsvermögen hat. Auf dieser Flasche war der Aufdruck Buttersäure zu erkennen. „Wenn es sich dabei wirklich um diesen Stoff handelt, was derzeit noch untersucht wird, dann ist es ein ätzender Stoff, der nicht nur sehr übel riecht, sondern auch Haut, Augen und Atemwege schädigen kann.“, berichtet Markus Terwellen. Und weiter: „Vorsichtshalber wurden auch die beiden Finder vom Rettungsdienst untersucht. Da aber die Polizeibeamten den Stoff auf die Kleidung bekommen haben, wurden sie für weitere Maßnahmen ins Dorstener Krankenhaus eingeliefert und ihre Einsatzsachen entsorgt.“ Die Feuerwehr sperrte das Gebiet weiträumig ab und verpackte alles mit größter Vorsicht in luftdichte
Behältnisse. Der Einsatz dauerte bis in die Abendstunden.
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