Unkraut, Dreck und Fäkalien auf Wanderparkplätzen in Lembeck

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Helmut Rohwetter bahnt sich den Weg zu einer Sitzgruppe (in der Bildmitte zu erahnen) an der Heidener Straße. Genau wie er, versteht in Lembeck niemand, wieso der Platz so vernachlässigt wird.
Dorsten: Wessendorfer Parkplatz |

Es gibt Flächen, Plätze und Sitzgruppen in der Herrlichkeit Lembeck, die so stark vernachlässigt werden, dass sie nicht mehr genutzt werden können.

Genau wie viele andere ist auch Helmut Rohwetter verärgert. Er ist aktives Mitglied des Lembecker Heimatvereins und kümmert sich ehrenamtlich um Bänke und Sitzgruppen, die in der Herrlichkeit zum Verweilen einladen. Alle Bänke in Lembeck - es sind etwa 90 an der Zahl - sind in gutem Zustand. Umso ärgerlicher ist es, dass einige öffentliche Flächen, Bänke und Sitzgruppen in Lembeck von den Verantwortlichen nicht mehr gepflegt werden und daher auch nicht mehr genutzt werden können.

Der Wessendorfer Parkplatz am Große-Vorholts-Weg ist nahezu komplett mit Unkraut überwuchert, so dass der Spielbereich unbrauchbar geworden ist. Spielgeräte sind zerstört, liegen zwischen Disteln und Brennnesseln, der Sand ist vollkommen verschmutzt. Die Parkbuchten wurden noch notdürftig mit einer Sense von Unkraut befreit, doch der gesamte Zustand des ansonsten sehr schönen Geländes ist in einem schrecklichen Zustand. Diente der Wessendorfer Parkplatz vor einigen Jahren noch vielen Besuchern als Ausflugsziel und Startpunkt für ausgedehnte Wanderungen in der wunderschönen Umgebung, ist die Fläche im jetzigen Zustand eigentlich nur noch als Schandfleck zu bezeichnen.

Gleiches gilt für den Wanderparkplatz an der Heidener Straße, 1,5 Kilometer westlich vom Wessendorfer Parkplatz entfernt. Hier sind Sitzgruppen dermaßen überwuchert, dass sie nicht mehr zu sehen sind. Mit Werkzeug bahnte sich Helmut Rohwetter den Weg durch das Dickicht, bis eine der Sitzgruppen aus dem Unkraut auftauchte. „Ich kann nicht verstehen, dass diese schönen Plätze nicht mehr gepflegt werden“, so der Lembecker.

Die Vernachlässigung der Plätze zieht automatisch auch Umweltsünder an. Neben Grünschnitt, sind vor allem auch Sperrmüll, Plastik und sogar eine erhebliche Menge Fäkalien abgeladen worden. Wie Letztere auf den Parkplatz gelangten, kann nur vermutet werden. Denkbar ist, dass die Reste aus einem Güllefass oder einer mobilen Toilettenanlage auf dem Wander-Parkplatz entleert wurden.

Wer genau für die Pflege beider Plätze zuständig ist (infrage kommen der RVR, der Kreis RE und die Stadt Dorsten), konnte wegen der Urlaubslage in den Verwaltungen nicht geklärt werden. Trotzdem verspricht Lisa Bauckhorn, Pressesprecherin der Stadt Dorsten: „Wir nehmen den Hinweis sehr ernst und werden uns zeitnah um die Säuberung kümmern.“
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