Polizei startet mit Schwerpunktkontrollen und Präventivmaßnahmen in die Motorradsaison

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Am vergangenen Dienstag, 21. April, starb ein 75-jähriger Motorradfahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Auto in Lembeck. (Foto: Bludau)

Landesweit verunglückten im vergangenen Jahr 4.307 Motorradfahrer und deren Beifahrer bei Verkehrsunfällen. Davon verunglückten 70 Menschen tödlich.

Allein im Zuständigkeitsbereich der Polizei Recklinghausen verunglückten im Jahr 2014 134 Motorradfahrer und deren Beifahrer. Damit stieg hier die Anzahl der Verunglückten um 25 im Vergleich zum Vorjahr. Drei der Verunglückten starben 2014 dabei bei einem Unfall oder an deren Folgen; 53 verletzten sich schwer und 78 leicht.

Festzustellen ist , dass die Anzahl der Verunglückten im Präsidialbereich in allen Kategorien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Denn noch im Jahr 2013 starben zwei Menschen bei einem Motorradunfall, 46 verletzten sich schwer und 61 leicht.

Am vergangenen Dienstag, 21. April, starb ein 75-jähriger Motorradfahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Auto in Lembeck. Ein weiterer Verkehrsunfall mit einem tödlich verunglückten Motorradfahrer ereignete sich bereits am 14. März in Herten bei einem Zusammenstoß mit einem LKW. Diese beiden Verkehrsunfälle sind bislang die einzigen tödlichen Unfälle, die in diesem Jahr passierten. Betrüblich ist dabei, dass jeweils Motorradfahrer, also so genannte "ungeschützte Verkehrsteilnehmer", betroffen waren.

Mit dem Ziel die Anzahl der verunglückten Motorradfahrer zu senken, setzt die Polizei Recklinghausen ihre seit Jahren durchgeführte Motorradkampagne fort. Die Kampagne besteht dabei aus präventiven Aktionen und repressiven Schwerpunktkontrollen.

Mit den steigenden Temperaturen haben bereits viele Biker ihr Motorrad aus der Garage geholt und konnten vermehrt nicht nur an den Wochenenden auf den Straßen festgestellt werden. Bereits in den letzten Wochen hatte die Polizei die insbesondere rasenden und rücksichtslosen Motorradfahrer im Auge. Höhepunkt waren dabei sicherlich die im Bereich Haltern am See am letzten Wochenende
angehaltenen Biker. Dabei fielen mehrere Fahrer mit übermäßigen Geschwindigkeitsüberschreitungen, aber auch mit riskanten Überholmanövern auf. Durch den Einsatz des Provida-Krades können einige der Biker noch vor Ort mit ihrer riskanten Fahrweise konfrontiert werden. Manchem Raser ist dabei aber immer noch nicht bewusst, dass er nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer durch seine unverantwortliche Fahrweise in Gefahr bringt.

Mit Schwerpunktkontrollen beabsichtigt die Polizei, jedem Raser bewusst zu machen, dass er mit unangemessener Geschwindigkeit überall auffällt und dann auch, wie am letzten Wochenende in Haltern, mit empfindlichen Strafen rechnen muss. Parallel dazu führt die Polizei Informationsveranstaltungen durch, bei denen Motorradfahrer für die typischen Gefahren des Motorradfahrens sensibilisiert werden.

Was plant die Polizei?

Folgende Aktionen sind aktuell geplant: Schwerpunktkontrollen am
Samstag, 25. April im Bereich Bottrop und am Samstag, 9. Mai, in Haltern
am See. Präventive Aktionen finden am Sonntag, 26. April, beim "Start up Day" auf dem Gelände des ADAC in Recklinghausen, am Sonntag, 10. Mai, beim Bikertreff "Mutter Vogel" in Marl und Donnerstag, 30. Mai, beim Motorradgottesdienst in Bottrop statt.
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