„Werkstatt Zukunft“ – Projektwoche in der GSW

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Früh übt sich, wer mit technischen Entwicklungen mithalten möchte: Schon die Kleineren programmierten Software für Modellfahrzeuge selbst. (Foto: GSW)
 
Aus nicht mehr benötigten Teilen und Altschrott bauten die Schüler ein motorbetriebenes Go-Kart. (Foto: GSW)

Wulfen. „Zukunft. Das Wort, das schlaflose Nächte und Augenringe bereitet. Die Angst um Job, Familie, Wohlstand und Armut, sind die Themen, die uns beschäftigen. Wird es uns gut gehen? Haben wir alles, was wir brauchen, um glücklich zu sein?“, fragt der Leiter der Gesamtschule Wulfen, Hermann Twittenhoff.

Eine Woche lang setzten sich die 1.200 Schüler der Gesamtschule Wulfen in zahlreichen Projekten der „Werkstatt Zukunft“ intensiv mit dem auseinander, was sie einmal erwarten wird. Über die Vielzahl der Themen und die außergewöhnlichen Lösungsvorschläge war Hermann Twittenhoff sicht­lich erfreut.

Viele Schüler machten sich Gedanken um Armut und Klimawandel. Angesichts einer immer weiter fort­schreitenden Zerstörung der Umwelt durch eine hemmungslose Ausbeutung der Natur, plädierten sie für ein neues Miteinander auf der Welt. Besonders erwähnenswert war das Projekt einer Wohnge­meinschaft, in der 18 bis 22-Jährige unter nahezu idealen Bedingungen leben können: gemeinsam statt einsam.

Grundsätzlich bedeutet „Nachhaltig leben“, dass man das, was man der Natur entnimmt, nicht schneller entnimmt, als es von der Natur auch nachgeliefert werden kann. Darunter verstanden die Schüler auch, umweltschützende Maßnahmen zu erlernen und durchzuführen und zudem zu erkennen, wie sich weitsichtiges Verhalten auf die Zukunft auswirken wird.

Ein weiterer Themenschwerpunkt war die Ernährung. Es wurde untersucht, wie sich chemische Rück­stände durch übermäßigen Fleischverzehr auf den Menschen auswirken. Ebenso großes Interesse fand die Beschäftigung mit dem Thema, womit sich Berufstätige trotz Job, also wenig Zeit, gesund und reichhaltig ernähren sollten.

Erwartungsgemäß setzten sich mehrere Arbeits­gruppen mit der Entwicklung der Fortbewegung auseinander. In aufwändig gestalteten Präsentati­onen reichten die Versionen von selbstfahrenden Autos bis hin zu futuristisch anmutenden fliegenden Konstruktionen. Eine 10er Klasse überlegte, wie man in dieser Woche ressourcenschonend zu einem tragfähigen Ergebnis kommen konnte. Sie sammelten Altteile aus heimischen Garagen und schweißten ein altes Kettcar auseinander, bauten einen nicht mehr benötigten Benzinmotor ein und bewiesen dabei großes handwerkliches Geschick. Umringt von neugierigen Zuschauern und viel Beifall fuhren sie damit über den Schulhof.

Alle wesentlichen Ergebnisse wurden in der Schulstraße präsentiert. „Hier zeigte sich ein­drucksvoll, was man für eine gute gemeinsame Zukunft machen und wie man nach gemeinsamen Glück streben kann“, zog abschließend Hermann Twittenhoff eine zufriedene Bilanz der Projektwoche.

Die GSW in Kürze:
Die GSW zählt zu den ältesten Gesamtschulen in NRW. Die GSW ist ausgezeichnet als „Schule ohne Rassismus“, „Schule ohne Gewalt“, „Gesunde Schule“ und als „Vorbildliche Schule“. Schwerpunkte liegen auf dem „Gemeinsamen Unterricht“, der Hochbegabten Förderung in Zusammenarbeit mit der Universität Münster. Die GSW ist ausgezeichnete MINT-Schule mit naturwissenschaftli­chem und technischem Schwerpunkt und ist Bundessieger des Jugend-Software-Preises. Sie nimmt am Modell­programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ teil und fördert die kulturelle Bildung.
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