Schüler auf der großen Bühne

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Gemeinsam mit den Profi-Musikern im Orchestergraben des Opernhauses zu sitzen, ist für die Schüler der 19 weiterführenden Schulen, die am Projekt der Rotarier in Dortmund teilnehmen, immer wieder aufregend. (Foto: Schmitz)

Was den Umgang mit der Prominenz betrifft, da sind sie schon alte Hasen: Die Schüler des Stadtgymnasiums haben schon öfter mit den Dortmunder Philharmonikern gespielt.

„Es ist für uns eine große Ehre, mit dem großen Philharmonischen Orchester Musik zu machen“, das wissen die Fünftklässler des Stadtgymnasiums, die zu einer großen Generalprobe ins Konzerthaus gekommen sind, schon aus Erfahrung.

Im Konzerthaus haben sie schon mehrfach gespielt, auch mit den Philharmonikern, und am Vorabend waren die Schüler im Orchestersaal des Opernhauses. Auch dort haben sie gemeinsam mit den Profis musiziert.

Der Anlass ist ein Projekt des Rotary-Clubs in Dortmund. Mit Benefizkonzerten unter dem Motto „Musik macht stark“ wird ein Integrationsprojekt finanziert, das als vorbildlich und nachahmenswert gilt. Mittlerweile sind 19 weiterführende Schulen in Dortmund mit im Boot, die die Idee des Ensemble- und Orchesterspiels nachhaltig verfolgen.

Im Stadtgymnasium rennt das Projekt offene Türen ein. Dort gibt es nicht nur seit längerem ein großes Schulorchester, in dem Eltern, Lehrer, Schüler und auch Ehemalige gemeinsam musizieren, auch ein JeKi-Orchester führt die Arbeit der JeKi-Angebote für Grundschulkinder weiter, es gibt einen Chor und eine Instrumental-AG sowie ein spezielles Musikprofil im Unterricht.

Aufgebaut haben dieses umfangreiche Angebot die beiden Musiklehrer Anne Langenhorst und Christoph Sielczak. Auch ihre Arbeit profitiert von dem Projekt der Rotarier: Bisher konnte die Anschaffung von zwei Celli, drei Geigen und vier Querflöten so gesponsert werden, Instrumente, die sich die Kinder sonst vielleicht nicht hätten leisten können: „Das sind sehr gute Profi-Instrumente“, erklärt Anne Langenhorst. „Zusätzlich zu ihrem normalen Musikunterricht bekommen diese Kinder noch zwei Extra-Stunden Musikunterricht, darüber hinaus können interessierte Schüler am Instrumentalunterricht in Kleingruppen teilnehmen. Das wird durch die Förderung durch die Rotarier möglich. Insgesamt 90000 Euro konnten für die Projektarbeit in den Jahren 2013 und 2014 an die beteiligten Schulen übergeben werden.

„Wir freuen uns besonders, dass wir die JeKi-Kinder an unserer Schule auffangen können“, erklärt Anne Langenhorst.

Die Fünftklässler schwanken derweil vor ihrer großen Probe zwischen Abgeklärtheit und Aufregung: „Wir haben ganz viel geübt, und wie spielen einen Walzer von Dimitri Schostakowitsch, der ist schon sehr schwer“, fassen sie zusammen. Sie tragen mit dem Orffschen Instrumentarium, also unter anderem Glockenspiel und Xylophon zum Konzert bei.

Es ist nicht ihr letzter großer Auftritt in diesem Jahr: Schon jetzt stehen die nächsten Termine fest: Das großer Sommerkonzert des Stadtgymnasiums steigt traditionell vor den Sommerferien am 18. Juni in der Aula am Ostwall,und am 26. September sind die Schüler wieder bei einem Konzert im Rahmen der Museumsnacht in der Marienkirche dabei.
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