Linke & Piraten befürchten unzureichende Ausstattung der Nordstadt-Schulen mit digitalen Medien

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Bezirksvertreterin Cornelia Wimmer (DIE LINKE) (Foto: DIE LINKE)
Dortmund: Nordstadt |

Der Computer ist aus dem privaten Alltag und dem Arbeitsleben nicht mehr wegzudenken. Fertigkeiten am PC sind heute unerlässlich. Doch gerade in der Dortmunder Nordstadt kommen überdurchschnittlich viele Kinder aus einem Elternhaus ohne Internetzugang. Und auch in den Schulen scheint der digital gestützte Unterricht längst nicht den Erfordernissen zu entsprechen. Werden die Dortmunder Schüler also überhaupt ausreichend für das spätere Leben mit dem PC vorbereitet?

Eher nicht, befürchtet die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. Sie will deshalb die digitalen Unterrichtsmaterialien zum Thema in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord am 4. Februar machen.

"Erst vor wenigen Tagen hat eine Forsa-Umfrage beim Lehrerverband VDE ergeben, dass es an 80 Prozent der Grundschulen in Deutschland keinen digital gestützten Unterricht gibt. Auch bei den weiterführenden Schulen sieht es nicht besser aus: Gerade mal elf Prozent können einen Teil ihrer Schüler mit Tablet-PCs ausstatten. Und bei den Lehrern kann jeder fünfte keinen Computer in seiner Schule nutzen", zitiert Bezirksvertreter David Grade aus einem Spiegel-Online-Bericht.

Grundschulen: 80 Prozent keinen digital gestützten Unterricht

Doch dieser Unterricht mit digitalen Medien sei enorm wichtig. "Gerade die Schülerinnen und Schüler aus der Nordstadt kommen überdurchschnittlich oft aus Familien, die kein Internet und keine digitalen Medien nutzen. Diesen Kindern fehlt all das, was man in wohlhabenderen Elternhäusern als selbstverständlich voraussetzen kann. Aus diesem Grund kommt der Ausstattung der Nordstadt-Schulen mit digitalem Unterrichtsmaterial eine ganz besondere Bedeutung zu“, sagt Cornelia Wimmer von der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN fordert deshalb genaue Zahlen über die Ausstattung der Grundschulen und der weiterführenden Schulen in der Nordstadt. "Wir benötigen Angaben über die vorhandenen digitalen Unterrichtsmedien, und dies aufgeschlüsselt nach Schulen und Schülerzahlen", sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister Cüneyt Karadas. Aber auch exakte Angaben über die Ausstattung der Lehrer mit digitalen Medien und Internetzugang fordert die Fraktion an.

"Dabei betrachten wir die Nordstadt natürlich nicht einzeln. Uns interessieren auch die Vergleichszahlen zu den Schulen in den anderen Stadtbezirken", sagt Cornelia Wimmer. Mit diesem gesamtstädtischen Vergleichswert könne man die Nordstadt-Zahlen besser einordnen.

Sobald der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord die Gesamtzahlen vorliegen würden, werde man diese selbstverständlich an die Kollegen in den anderen Bezirken weiterleiten.

"Wenn wir im Jahre 2015 immer noch meinen unsere Schulen ohne digitale Unterrichtsmaterialien betreiben zu können, rauben wir den Kindern letztlich ihre Zukunftsmöglichkeiten.", so das Ratsmitglied Carsten Klink (DIE LINKE).
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