Europa im Kleinen gelebt // Europaschule in Wambel aktiv für fairen Handel für eine faire Zukunft

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51 Schüler und 17 Lehrer aus verschiedenen europäischen Ländern arbeiteten in Wambel eine Woche lang zum Thema „Fairer Handel für eine faire Zukunft“. (Foto: Europaschule Dortmund)
 
Jacques Santer (l.) überreichte in Luxemburg das Ehrendiplom für das Europa-Engagement der Gesamtschule in Wambel an (v.l.n.r.) Europakoordinatorin Eva Willeke-Brune, Schülerin Hannah Uflacker, Präsidiumsmitglied Christiane Pape, Schüler Jan Becker und Schulleiter Jörg Girrulat. (Foto: Steve Eastwood)
Dortmund: Europaschule Dortmund |

Die Europaschule Dortmund lebt erfolgreich Europa im Kleinen – möglich macht dies ein von der Europäischen Union gefördertes Erasmus-Projekt.

Fairer Handel für eine faire Zukunft. Das Thema „Fair Trade for a fair future. Global Consumer Conscience” beschäftigt seit Beginn dieses Schuljahres Schulen in sechs europäischen Ländern. Zusammen mit der Europaschule Dortmund in Wambel werden sich Schüler/innen aus Dänemark, England, Italien, Österreich und der Slowakei drei Jahre lang mit der Entwicklung eines weltweiten Bewusstseins als Konsumenten beschäftigen.

Für die Gesamtschule in Wambel ist es ein großes Glück, an diesem europäischen Projekt teilnehmen zu können, da es ihre beiden Schwerpunkte „Europa- und Fair Trade-Schule“ verknüpft.

Das erste große transnationale Treffen fand jüngst in Dortmund statt. 51 Schüler/innen und und ihre 17 Lehrer/innen verbrachten sieben spannende und arbeitsreiche Tage mit der Erarbeitung des Themas in Workshops, mit Besuchen von Fair Trade-Institutionen und Weltläden in Dortmund und Umgebung und mit einer Stadtrallye, bei der es Geschäfte zu finden galt, die Fair Trade-Produkte in ihrem Sortiment bereithalten. Die Schüler/innen kochten gemeinsam ein Mittagessen mit Zutaten aus fairem Handel, das mit Kuchen und Pralinen seinen Abschluss fand.

Der Höhepunkt der Projektwoche war der Empfang bei Bürgermeisterin Birgit Jörder im Rathaus der Fair Trade-Stadt Dortmund.

Die Dortmunder Europaschüler der Jahrgänge 7 bis 10 waren Gastgeber für die europäischen Besucher und erlebten eine interessante Zeit mit ihren Altersgenossen in der Schule und in ihrer Familie.

Viele Vorurteile konnten über Bord geworfen werden. Kommunikation gelang über Nationalitätsund Altersgrenzen hinweg. Samuel (13), einer der jüngsten Dortmunder Teilnehmer, war sehr beeindruckt, dass beim Abschied geweint wurde. Für ihn wird der Kontakt zu Stefano aus Italien nicht abbrechen. Auch sein gleichaltriger Mitschüler Joshua genoss die gemeinsame Zeit und fragte umgehend, wann die nächste Projektwoche geplant sei. Alle beteiligten Schüler/innen freuen sich auf die kommenden Reisen zu den Arbeitstreffen in den Partnerschulen, an denen sie in Delegationen teilnehmen dürfen.

Aber der Blick wurde auch für Fair Trade in Dortmund geschärft. Unter den Europaschülern gibt es seitdem einen unausgesprochenen Wettbewerb, in welchem Geschäft der Stadt man fair gehandelte Produkte gefunden hat. Jana, 12, sucht bekannte Supermärkte regelrecht nach diesen ab, um anschließend ihre Erfolge zu verkünden.

Ehrendiplom für Europa- Engagement der Schule


Wenige Tage vor der Erasmus-Projektwoche wurde der Europaschule Dortmund zudem eine hohe Ehre zuteil: Sie wurde von der „Fondation du Mérite Européen“ mit einem Ehrendiplom, dem Diplôme d’Honneur, für ihre europäisches Engagement ausgezeichnet. Jaques Santer, u.a. ehemaliger Premierminister Luxemburgs und Präsident der Europäischen Kommission, überreichte das Diplom einer Abordnung der Schule bei der Auszeichnungsfeier in Luxemburg.

Die Laudatorin Christiane Pape, Mitglied des Präsidiums des Freundes- und Förderkreises Deutschland von Mérite Européen, berichtete beim Empfang im Rathaus über die Auszeichnung.

Es sind schwierige Tage für Europa. Doch es gibt die berechtigte Hoffnung, dass die Teilnehmer des europäischen Erasmus-Projekts, aber auch die Europaschüler, die an den weiteren jährlichen Programmen wie dem Schüleraustausch im achten Jahrgang oder dem Auslandspraktikum teilnehmen, dazu beitragen, Verständnis füreinander zu entwickeln und dies allen Zweiflern vorzuleben, so die Europakoordinatorin der Europaschule, Eva Willeke-Brune.
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