Im Fredenbaumpark klirren die Schwerter: Mittelalterlich Phantasie Spectaculum war gut besucht

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Auf dem Kampfplatz wurde beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum im Fredenbaum-Park einiges geboten. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Fredenbaumpark | Ob Mittelalterinteressierter oder Herr-der-Ringe-Fan, sie alle zog es am Wochenende zum Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) im Fredenbaum-Park. Nicht authentisch, sondern phantastisch wollte der Mittelaltermarkt unterhalten – was ihm auch voll gelungen ist.

Zahlreiche Besucher waren im Kostüm unterwegs. Man sah viele Kutten und Ritter, aber auch Elben und Hobbits besuchten das MPS und spazierten durch das Zeltlager mit Piraten, Guillotine und Skelett. Kleine Kinder wuselten mit Holzschwertern über die Wege. Es roch nach Holzfeuer und Gebratenem. Sogar einige Steampunkbegeisterte, etwa mit Bowler und Zahnradschmuck, konnte man auf dem Markt treffen.
Waffenklirren und Pferdegetrappel leitete die Besucher zur Kampfarena, einem Highlight des MPS. Trotz Regen hatten sich viele versammelt, um zuzusehen, wie Ritter und Knappen ihre Künste vorführten. Ein Favorit war Alexander von Hohenstein. Zwar hatte der Sprecher verboten, für den Hohensteiner zu jubeln, allerdings stand auf dem entsprechenden Schild nur „Jubel“… Auf einem anderen Platz tanzten Besucher mit und ohne mittelalterliche Gewandung zu passender Musik.
Das Angebot auf dem Markt war sehr groß. Wanderpfanne, Burger-Meisterei, Bärenweinkutsche und viele mehr halfen den Besuchern gegen Hunger und Durst. An anderen Ständen konnte man sich mit mittelalterlich anmutender Kleidung, passenden Taschen und Accessoires wie Seife eindecken. Aber auch Schwerter gab es zu kaufen: fecht- und schaukampftaugliche für die großen, Waffen aus Holz für die kleinen Ritter.
Pony- und Eselsreiten gab es für die Kinder, ebenso einen Streichelzoo. Ein weiteres Highlight war Falkner Achim. In seiner Show erfuhren die Besucher viel Wissenswertes über Greifvögel. Sie konnten die Tiere auch auf den Arm nehmen und streicheln. Einen Uhu setzte Achim einem Besucher im Rollstuhl sogar auf den Kopf, was beiden sehr viel Spaß bereitete.
Natürlich gab es auch was auf die Ohren. Auf mehreren Bühnen sorgten unterschiedliche Bands für Unterhaltung. Mit Dudelsack, vielen Trommeln und E-Gitarre spielten Saor Patrol mittelalterlich klingende Musik zu Gehör. Auf einer anderen Bühne traten Duivelspack (hochdeutsch: „Teufelspack“), ein FunFolk-Trio aus Detmold auf. Von ihnen gab es unter anderem die Lieder „Igor“ über den Sicherheitschef des MPS und Organisator des Heerlageraufbaus und „Du hörst ja gar nicht zu“ über Verständigungsprobleme zwischen Mann und Frau.
Das MPS kam bei den Besuchern sehr gut an. „Wir sind Dauer-MPSler“, erklärte Steffen aus Hohenpeißenberg in Oberbayern, der sogar eine Jahreskarte hat. „Gute Stimmung, tolle Musik und es ist das größte Festival in Deutschland, auf dem so viel geboten wird.“ Er und seine Begleitung Alexandra aus Asseln haben sich mit Umhang und entsprechendem Schmuck auch passend gekleidet. Ihm gefiel es wieder sehr, auch wenn das Festival etwas teurer geworden sei. „Wir haben uns hier kennengelernt“, sagte Alexandra. „Man trifft viele Leute, die man nur hier sieht.“
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